K.-o.-Tropfen im ICE

Geschäftsmann ausgeraubt

Ein Geschäftsmann aus Süddeutschland will mit dem Zug nach Berlin fahren. Bei einem Halt in Stuttgart setzen sich zwei Männer neben ihn. Auf der Weiterfahrt wird ihm plötzlich schlecht, und er verliert das Bewusstsein. 11 Stunden später wacht er auf - am Ufer des Mains bei Hanau, völlig durchnässt und stark unterkühlt. Setzten ihn K.o.-Tropfen außer Gefecht? Wie kam er ins Wasser? Wo ist sein Gepäck? Viele Frage, auf die die Polizei nun Antworten sucht.

Aufwachen im Main

Es ist der 16. Februar 2011. Der 54-Jährige Geschäftsmann startet seine Reise morgens in Memmingen. Er ist IT-Fachmann und will eine Messe in Berlin besuchen. Zunächst sitzt er allein in seinem Abteil. Gegen 9 Uhr steigen in Stuttgart zwei Männer zu. Sie verhalten sich so, als würden sie einander nicht kennen. Kurz vor Mannheim geht der Geschäftsmann auf die Toilette. Seine Wasserflasche bleibt im Abteil zurück. Gegen 9.30 Uhr nimmt er einen Schluck aus dieser Flasche. Bald darauf wird ihm übel. Das Letzte, an das er sich erinnern kann: Er steht auf, um wieder die Toilette aufzusuchen.Als der Mann zwölf Stunden später wieder zu Bewusstsein kommt, liegt er im eiskalten Wasser des Mains. Es ist stockdunkel. Völlig durchnässt und stark unterkühlt torkelt er an Land und schleppt sich schließlich zu einem Lokal. Dort erfährt er, wo er sich befindet: in Hanau, östlich von Frankfurt.

Teuflische Wirkung

Der Mann wird ins Krankenhaus eingeliefert, während die Polizei erste Ermittlungen anstellt. Der von ihm genommene ICE hatte um 10.30 Uhr in Hanau gehalten. Noch in der Nacht wird das Zugpersonal befragt. Wo ist das verschwundene Gepäck des Geschäftsmanns? Herrenlose Gepäckstücke sind im Zug nicht aufgefallen. Niemand hat etwas Ungewöhnliches bemerkt. Nach weiteren Ermittlungen hat die Kripo folgende Vermutungen: Die Reise des Geschäftsmanns nach Berlin wurde durch die beiden in Stuttgart zugestiegenen Männer mittels K.o.-Tropfen beendet. Sie haben die Tropfen unbemerkt in die Wasserflasche gefüllt. Um welche Substanzen es sich bei diesen Tropfen handelte, kann nicht mehr geklärt werden. Vermutlich eine Mixtur unterschiedlicher Medikamente. Deren Wirkung ist unvorhersehbar.

Personenbeschreibung

Verschwundene Gegenstände:

Es wäre möglich, dass der IT-Experte den Zug in Hanau selbständig und ohne aufzufallen verließ, ziellos herumirrte und am Ende zufällig in den Fluss gelangte. Er könnte dabei aber auch von den Tätern begleitet worden sein.Erster Gesuchter: 45 bis 50 Jahre alt, 1,80 bis 1,85 Meter groß, schlank, längliches Gesicht, blonde Haare, legere Kleidung in Beige- und Grautönen.



Zweiter Gesuchter: 40 bis 45 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, kräftig, kurze dunkle Haare, rundliches Gesicht, schmaler Bartansatz an Wangen. Beide Täter sprachen normales Hochdeutsch


- Zwei Notebook von Fujitsu Siemens: das Modell Lifebook S7010 und das Modell Celsius H250
- Silberfarbenes Handy W890i von Sony Ericsson
- Silberfarbener Hartschalenkoffer
- Rucksack mit der Aufschrift "Fujitsu Siemens"
- Einige persönliche Papiere des Opfers wie Personalausweis, Führerschein, EC-Karte



Fragen nach Zeugen:



- Wer hat am Tattag beobachtet, wie der Mann an den Main gekommen ist? Ein möglicher Weg ist vom Hanauer Hauptbahnhof über die Auheimer Straße, die Westerburgstraße über die Steinheimer Brücke ans westliche Mainufer.
- Wer hat sonstige Beobachtungen gemacht, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten?




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