Millionenbeute in Wien

Raubt "Pink Panther" jetzt in Österreich?

Eine Bande osteuropäischer Schmuckräuber macht seit Herbst Österreich unsicher. Die Kripo vermutet: Es handelt sich um die bekannte "Pink Panther"-Bande. Sie wird auch in Westdeutschland für mehrere bewaffnete Überfälle auf Juweliere verantwortlich gemacht.

Verständigung per Funk

Nach den Beobachtungen der Kripo sowohl in Deutschland als auch in Österreich begeht die Bande die Überfälle in immer wechselnder Besetzung. Am 14. und 27. September 2011 überfallen zwei junge Männer in der Wiener Innenstadt erst ein Antiquitäten- und dann ein Juweliergeschäft. Einer der Täter soll - wie die Auswertung der Überwachungsfotos später ergibt - in beiden Fällen derselbe sein. Beide Überfälle laufen nach dem gleichen Schema ab: Während einer der Täter die Angestellten mit einer Waffe bedroht und sie in Nebenräume einsperrt, leert der andere die Schmuckvitrine. Die Kripo geht davon aus, dass jeweils ein dritter Täter vor den Geschäften Schmiere steht und die Männer mit Handys oder Walkie Talkies in Verbindung stehen. Wie auf den Aufnahmen recht gut zu erkennen, sind sie mit kleinen Headsets ausgestattet. Bei den Überfällen im September erbeuten die Täter Schmuck im Wert von insgesamt über zwei Millionen Euro.

Verdächtiger identifiziert

Am 18. Januar 2012 wird um die Mittagszeit erneut ein Juweliergeschäft in der Wiener Innenstadt überfallen. Wieder sind es zwei Täter, die zunächst als Kunden das Geschäft betreten, dann aber ihre Pistolen ziehen. Diesmal sollen sie besonders brutal vorgegangen sein. Mit den Waffen schlagen sie dem allein anwesenden Neffen des Geschäftsinhabers mehrfach auf den Kopf. Dann räumen sie Tresor und Vitrinen aus. Der Wert der Beute beträgt etwa drei Millionen Euro. Wenige Tage später, am 24. Januar, wird ein Juweliergeschäft in Salzburg ausgeraubt. Hier, wie auch in den anderen Fällen, werden die Täter von der Überwachungsanlage aufgenommen. Anhand der Fotos stellt die Kripo fest, dass einer der Täter vermutlich auch an dem Überfall in Wien vier Tage zuvor beteiligt war.


Die Polizei findet auch eine Blutspur und kann daraufhin den Mann identifizieren. Es soll sich um den serbischen Staatsbürger Mihajlo Milovanovic handeln. Der 29-Jährige steht bereits auf der Fahndungsliste und wird der "Pink Panther"-Bande zugerechnet.

Personenbeschreibungen

Mihajlo Milovanovic ist 29 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und schlank. Er hat kurzes schwarzes Haar.


Die beiden Männer, die beim Überfall am 14. September 2011 fotografiert wurden, werden folgendermaßen beschrieben: der eine Mitte 20, 1,75 bis 1,80 Meter groß und mit Schal, dunkler Brille und karierter Kappe recht auffällig ausstaffiert; der andere Mitte bis Ende 20, etwas größer, auffällig gekleidet mit kariertem Hemd oder Pulli, Schal und Hut.

Von einem mutmaßlichen Mittäter hat die Polizei ebenfalls Fotos, aber weder den Namen noch eine Beschreibung.

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