Polizei jagt Feuerteufel

Mysteriöse Brandserie in Norddeutschland

Eine Reihe von Brandstiftungen sorgte im Sommer 2010 für Aufregung in Norddeutschland. Die Tatorte lagen bis zu 400 Kilometer voneinander entfernt. Die Polizei geht von mehreren Tätern aus. Doch in vier Fällen fanden die Ermittler immer dieselbe DNA.

Die Kripo Aachen hat die Ermittlungen in einer Brandstiftungsserie übernommen. In vier Fällen besteht für die Polizei kein Zweifel: Es muss immer ein und derselbe Mann an den Taten beteiligt gewesen sein. Als Motiv der Feuerteufel vermutet die Polizei Vandalismus.

Flugzeug aufgebrochen

Die erste Tat ereignete sich auf dem Flugplatz Langeoog. Am 27. oder 28. August 2010 brachen unbekannte Täter ein Privatflugzeug auf und entwenden Gegenstände aus dem Cockpit. Dann versuchten sie, das Flugzeug in Brand zu setzen. Das Feuer erlosch jedoch von selbst.

Aachen, Gesamtschule Brand: Am 21. September 2010 brachen unbekannte Täter eine Seitentür des Schulgebäudes und die Tür eines Klassenzimmers auf. Zwei Wertschränke wurden gewaltsam geöffnet und mit Benzin in Brand gesetzt. Bewegungsmelder im Gebäude lösten stillen Alarm aus. Das Wachpersonal entdeckte den Brand rechtzeitig.

Anschlag in Hamburg

Ermittlungsfragen

Entwendete Gegenstände

Die dritte Tat fand in Hamburg, Elbchaussee, statt. In der Nacht zum 12. Oktober 2010 stopfte ein unbekannter Täter eine Weste in die Lamellen eines hölzernen Rollladens an einer Villa und steckte sie an. Das Feuer ging aus, ohne größeren Schaden anzurichten. Auch hier wurde dieselbe DNA wie in den vorherigen Fällen gefunden.


Erneut in Aachen, in der Gesamtschule Brand, kommt es am 15. Oktober 2010 zur bislang letzten bekannten Tat. Nach einer abendlichen Sportveranstaltung ließen sich unbekannte Täter in der Turnhalle einschließen und steckten Turnmatten in Brand. Durch eine lang andauernde Schwelbrandphase wurde die Halle massiv beschädigt. Schaden: etwa zwei Millionen Euro. Stammt einer der Täter aus Aachen? Drei Taten wurden verübt, als im Bundesland NRW Schulferien waren. Die einzige Tat während der Schulzeit passierte in Aachen. Täter könnte ein Schüler oder Ex-Schüler sein, der eventuell einen Bezug zu der betroffenen Gesamtschule im Aachener Stadtteil Brand hat. Zudem dürfte der Gesuchte Bezüge zur Nordseeinsel Langeoog sowie nach Hamburg haben. Vielleicht ist sie mit Eltern oder Freunden oder in einer Gruppe während der Schulferien dort unterwegs gewesen.



Personenbeschreibung:Der Gesuchte hatte in Hamburg eine hellbraune gefütterte Weste der Marke S. Oliver bei sich. Einer der Täter trug Seglerschuhe von H&M, schwarz, mit ungewöhnlicher Gummisohle, darauf Motive aus der Seefahrt: Anker und Schiffslenkrad.


- Rettungsinsel (Marke "Survival") in den Farben rot und gelb
- Zwei weiße Seenotfackeln




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