Schuss und Schläge

Rätselhafter Überfall auf Uhrmacher

Ein Uhrmacher kämpft um sein Leben, als zwei Männer auf ihn schießen und auf ihn einprügeln. Wie durch ein Wunder überlebt der 66-Jährige das brutale Verbrechen. Das Motiv der Täter liegt im Dunkeln. Sie flüchten ohne Beute. Und die Tatwaffe wurde bereits bei einer anderen Tat benutzt - über 100 Kilometer entfernt.

Flucht ohne Beute

Hürth-Efferen, Freitag, 3. Dezember 2010: Gegen 12.20 Uhr stürmen zwei Unbekannte in ein kleines Uhrengeschäft und attackieren den Besitzer in seiner Werkstatt. Als sich der 66-Jährige zur Wehr setzt, feuert einer der Täter einen Schuss ab. Der Uhrmacher bleibt unverletzt. Der angebliche Versuch, weitere Schüsse abzufeuern, sei an einer Ladehemmung der Waffe gescheitert. Daraufhin prügelt der Täter auf den 66-Jährigen ein und verletzt ihn schwer im Gesicht. Dennoch kann der Uhrmacher die Angreifer aus seinem Geschäft vertreiben. Die Täter flüchten ohne Beute - für einen geöffneten Tresor im Verkaufsraum scheinen sie sich aber auch nicht zu interessieren. Die Polizei hält es trotzdem für denkbar, dass sie das Geschäft ausrauben wollten und durch die Gegenwehr des Opfers völlig überrascht wurden.

Pistole verkauft?

Die ballistische Untersuchung der Kriminalpolizei zeigt: Mit der Tatwaffe (Ceska, Modell CZ 75 oder CZ 85, 9 Millimeter) wurde bereits vier Monate zuvor und rund 100 Kilometer entfernt, am 26. Juli 2010 in Dortmund, eine andere Tat begangen. Unbekannte feuerten drei Schüsse auf das Badfenster einer Privatwohnung ab. Die Polizei geht davon aus, dass die Schüsse als Drohung zu verstehen waren - gegen einen Verwandten der Wohnungsmieterin, der bei einer kriminellen Gruppierung Schulden gehabt haben soll. Der Schütze aus Dortmund wurde nicht ermittelt. Die Polizei konnte keine weiteren Zusammenhänge zwischen den beiden Verbrechen herstellen. Es ist denkbar, dass die Waffe nach den Schüssen in Dortmund weitergereicht oder verkauft wurde. Trotzdem ist die Tat in Hürth-Efferen ein Rätsel.

Fragen nach Zeugen:


Personenbeschreibungen

Beide Täter in Hürth-Efferen waren circa 25 - 30 Jahre alt und schlank. Der Haupttäter (Phantombild) soll ungefähr 1,75 Meter groß gewesen sein, mit südländischem Aussehen. Er soll eine auffallend große Nase gehabt haben.
Sein Mittäter sei circa 1,85 Meter groß. Beide trugen Jeans und Kapuzenjacken mit Fellrand. · - Wer glaubt, eine Person zu kennen, die der Person auf dem Phantombild ähnelt?
- Wer kann Informationen zu den Taten oder zur Tatwaffe geben?

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