Überfall auf Glaserei

Brutale Räuber erbeuten Schmuck und Tresor

Hürth, 1. Juni 2011, ein Tag vor Christi Himmelfahrt. Drei sonderbar aussehende, bewaffnete Männer stürmen eine mitten im Dorf gelegene Glaserei. Sie werfen die allein anwesende Geschäftsführerin zu Boden und fesseln sie. Die Männer haben es offensichtlich auf den wertvollen Schmuck der Frau sowie auf den Firmentresor abgesehen.

Wollmützen im Sommer

Mitte Mai 2011 sucht ein seltsames Pärchen die Glaserei auf und fragt nach "Modellscheiben". Wie genau diese aussehen sollen, darüber haben die beiden keine klare Vorstellung. Die Geschäftsführerin der Glaserei hat eher den Eindruck, der Mann und die Frau wollten sich einfach nur mal umsehen. Mit den Worten, sie müssten sich das Ganze noch mal überlegen, verlassen die beiden die Glaserei. Am 31. Mai machen Passanten eine wichtige Beobachtung. Ihnen fällt ein Volvo auf, der in der Nähe der Glaserei steht. Im Wagen sitzen drei Männer, die trotz sommerlicher Temperaturen dunkle Wollmützen tragen. Einer der Zeugen merkt sich das Kennzeichen K-DL 1999. Eine sogenannte Kennzeichen-Dublette, wie sich später herausstellt.

Beute: Ein fast leerer Tresor

Am nächsten Tag, am 1. Juni 2011, steht der Wagen wieder da, diesmal direkt vor der Glaserei. Drei der vier Insassen sind wieder mit Wollmützen sowie mit blauen Plastiktüten "bekleidet". Sie steigen aus, ziehen die Mützen über das Gesicht und gehen zielstrebig ins Büro der Glaserei. Dort ist die Geschäftsführerin am Computer mit Schreibarbeiten beschäftigt. Die Männer bedrohen sie mit einer Pistole, zerren sie vom Stuhl und fesseln sie auf dem Boden. Dann reißen sie der schockierten Frau mit brutaler Gewalt den Schmuck vom Hals und von den Fingern. Inzwischen widmet sich einer der Täter dem kleinen, aber hundert Kilo schweren Firmentresor. Er wuchtet ihn aus einem Hinterzimmer. Mit Hilfe der Komplizen schleppt er ihn zu dem wartenden Volvo. Die Täter verstauen den Geldschrank im Kofferraum der Limousine und rasen davon. Während der erbeutete Schmuck recht wertvoll ist, haben die Täter mit dem Tresor einen Fehlgriff getan: Außer 250 Euro Bargeld enthält er nur wertlose Firmenpapiere.

Tatfahrzeug


Personenbeschreibung:

Der Mann, der sich etwa zwei Wochen vor dem Überfall in der Glaserei nach Modellscheiben erkundigt hat, soll Mitte 30, etwa 1,70 Meter groß und ziemlich korpulent gewesen sein. Nach Ansicht des Opfers sprach der Mann mit leichtem osteuropäischem Akzent. Die Männer, die sie überfallen haben, konnten das Opfer wegen der Maskierung nicht beschreiben. Bei dem Fahrzeug, das vor und während der Tat in der Nähe der Glaserei stand, soll es sich um einen Volvo S 60 oder 80 handeln. Das Fahrzeug war mit Kennzeichen-Dubletten ausgestattet: K-DL 1999.

Frage nach Zeugen


Geraubte Gegenstände:Die Täter nahmen den Firmentresor mit, einen älteren silberfarbenen Tresor mit den Maßen 60x40x40 Zentimeter. Außerdem raubten sie der Geschäftsführerin der Glaserei mehrere Schmuckstücke, darunter eine auffällige Kette mit einem goldenen "Ferrari-Pferd" als Anhänger und eine goldene Damenarmbanduhr "Rolex Oyster Perpetual Datejust" mit Diamantenkranz.


- Wer hat den beschriebenen Volvo Ende Mai / Anfang Juni in Hürth gesehen?
- Wer weiß, wo der Wagen mit dem Kennzeichen K-DL 1999 in dieser Zeit abgestellt war?




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