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Skelettfund in Hagen

Ermittlungen enthüllen brutales Verbrechen

Der 47-jährige Klaus Pauli verlässt im Dezember 2003 seine Wohnung, um eine Schallplatte kaufen zu gehen. Danach verschwindet er spurlos - bis 2016 und 2019 Teile seines Leichnams gefunden werden. Er wurde ermordet.

XY-Szenenfoto: Der 47-Jährige suchte auch in den Kleinanzeigen nach einem Partner.
XY-Szenenfoto: Der 47-Jährige suchte auch in den Kleinanzeigen nach einem Partner.
Quelle: ZDF

2003: Klaus Walter Pauli ist schwul und lebt seit einigen Jahren mit einem ebenfalls homosexuellen Mann in einer Wohngemeinschaft in Menden (Sauerland). Ein Paar sind die beiden Männer jedoch nicht. Klaus Pauli ist arbeitslos und auf Jobsuche. Auch die Partnersuche spielt für ihn eine zentrale Rolle – im Internet und auch über Zeitungsinserate.

Vermisstenanzeige

Der ermordete Klaus Walter Pauli aus Menden.
Der ermordete Klaus Walter Pauli aus Menden.
Quelle: Kripo Hagen

Am 2. Dezember 2003 verlässt Klaus Pauli seine Wohnung in der Fröndenberger Straße in Menden, um nach Hagen aufzubrechen. Er will dort eine Schallplatte kaufen. Doch ob das wirklich der Grund für seine Fahrt dorthin ist, oder ob er jemanden treffen will, ist unklar. Sicher ist nur: Klaus Pauli wird nicht mehr nach Hause zurückkehren. Sein Mitbewohner erstattet schließlich Vermisstenanzeige bei der Polizei.

13 Jahre spurlos verschwunden

Die Ermittler haben den vorderen Teil mutmaßlichen Tatwaffe rekonstruiert.
Die Ermittler haben den vorderen Teil mutmaßlichen Tatwaffe rekonstruiert.
Quelle: Kripo Hagen

Sechs Jahre später stirbt Paulis Mitbewohner. Weitere sieben Jahre vergehen, in denen es kein Lebenszeichen von Klaus Pauli gibt, bis 2016 in Hagen Rodungsarbeiten an einem Steilhang stattfinden. Unter anderem wird dort ein menschlicher Schädel entdeckt. Es stellt sich heraus, dass es sich um Skelettteile des seit 2003 vermissten Klaus Pauli handelt. Er wurde ermordet. In seinem Schädel steckt ein abgebrochener Teil eines Messers. Außerdem weist der Schädel Frakturen auf.

Die Ermittlungen der Polizei geraten schnell ins Stocken. Es gelingt nur schwer, an ehemalige Kontakte von Klaus Pauli heranzukommen. 2019 gibt es schließlich eine Wende. Am dem Steilhang werden auch die restlichen Teile von Klaus Paulis Skelett gefunden, sowie sein gelbes kleines Mobiltelefon. Es funktioniert noch, und die Spezialisten der Polizei bringen es zum Laufen. Unter anderem wird eine SMS entdeckt, die von zentraler Bedeutung sein könnte. Der Absender nennt sich „Frank“. Die Polizei glaubt, dass es sich dabei um eine intime Bekanntschaft des Toten handeln könnte.

Telefonbuch-CD dringend gesucht

Auf Steilhang gefunden: Das Telefon des ermordeten Klaus Pauli
Auf Steilhang gefunden: Das Telefon des ermordeten Klaus Pauli
Quelle: Kripo Hagen

Insgesamt 31 gespeicherte Kontakte findet die Polizei auf dem Handy von Klaus Pauli. Doch leider enthalten diese sind fast nur Vor- oder Spitznamen. Auch die Rufnummern-Liste bringt die Ermittler nicht weiter, denn die Telefonnummern sind den ehemaligen Inhabern nicht mehr zuzuordnen. Nur alte Telefonbuch-CDs verschiedener Anbieter aus dem Jahr 2003 könnte den Beamten weiterhelfen. Doch diese sind auch bei den Providern nicht mehr zu bekommen.

Der Polizei gelingt es jedoch, den vorderen Teil des Messers zu rekonstruieren. Teile des Mordwerkzeugs wurden in Klaus Paulis Schädel und Schulterknochen gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um eine Art Filetiermesser handelt.

Fragen nach Zeugen:

Fundort der Skelettteile auf einem Steilhang unweit des Hagener Hauptbahnhofs.
Fundort der Skelettteile auf einem Steilhang unweit des Hagener Hauptbahnhofs.
Quelle: Google Earth / ZDF
  • Wer ist „Frank“?
  • Wer kannte Klaus Walter Pauli und kann etwas zu seinen Kontakten von damals sagen?
  • Wer verfügt noch über eine alte Telefonbuch-CD aus dem Jahr 2003, die er der Polizei zur Verfügung stellen könnte?
  • Wer hat Klaus Pauli in Hagen 2003 gesehen bzw. getroffen oder kann sonstige Angaben machen, die möglicherweise mit dem Verbrechen an ihm in Zusammenhang stehen könnten?
  • Wer kann anhand der Rekonstruktion weitere Angaben zum Messer machen?
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