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Tod kurz vor Heiligabend

Hans Joachim Eckert brutal erschlagen

Der brutale Mord an einem Lagerleiter stellt die Polizei viele Jahre vor ein Rätsel. Bis die Ermittler sich an XY wenden. Eine Zuschauerin ruft während der Sendung an und verweist auf einen Bekannten. Die Spur ist falsch – aber sie führt die Polizei letztlich doch auf die richtige Fährte...

XY-Szenenfoto: Als die Ermittler am Tatort eintreffen, können sie die Tat nur noch anhand einiger Spuren rekonstruieren.
XY-Szenenfoto: Als die Ermittler am Tatort eintreffen, können sie die Tat nur noch anhand einiger Spuren rekonstruieren.
Quelle: ZDF

Hans Joachim Eckert leitet ein Kurierdienst-Depot in Mehren in der Eifel. Am Abend vor Weihnachten 2005 läuft alles schief: Ein Mitarbeiter kommt verspätet beim Lager an – er hat ein Portmonaie mit Bargeld verloren. Aufgrund der zeitlichen Verzögerung schafft es der 54-jährige Eckert nicht, wie geplant noch am selben Abend zu seiner neuen Freundin zu fahren, die 800 Kilometer entfernt wohnt. Deshalb ruft er sie an, um sich zu entschuldigen und seine Ankunft am nächsten Tag zu besprechen. Es ist sein letztes Lebenszeichen.

Enorme Brutalität

XY-Szenenfoto: Die Täter sind mit den Schlüsseln des Opfers in das Depot eingedrungen und haben den Tresor leer geräumt.
XY-Szenenfoto: Die Täter sind mit den Schlüsseln des Opfers in das Depot eingedrungen und haben den Tresor leer geräumt.
Quelle: ZDF

Was danach passiert, können die Ermittler nur anhand der Spuren rekonstruieren: Kurz nach dem Telefonat verlässt Eckert das Gebäude. Bevor er die Tür abschließen kann, wird er von hinten angegriffen und brutal erschlagen. Danach öffnen die Täter mit seinem Schlüssel den Tresor und rauben 6400 Euro. Ein Fahrer findet seinen Chef am nächsten Morgen tot auf dem Gelände.

Die Suche nach dem Mörder von Hans Joachim Eckert dauert neun Jahre und bleibt zunächst ohne Ergebnis. Im April 2014 veröffentlicht die Kripo den Fall in XY. Noch während der Sendung meldet sich eine Zuschauerin. Sie habe einen Mann in einer Drogenentzugsklinik in der Eifel kennengelernt. Dieser habe ihr von dem Einbruch erzählt. Ein Komplize habe den Chef des Paketdepots erschlagen.

Falsche Spur – richtige Fährte

Die Kripo überprüft diesen Mann – und tatsächlich ist er wegen etlicher Einbruchs- und Diebstahldelikte vorbestraft. Allerdings stellt sich heraus: Der Verdächtige ist ein Aufschneider. Er hat in den Medien von dem Verbrechen erfahren und die Geschichte benutzt, um Frauen aufzureißen.

XY-Szenenfoto: Hans Joachim Eckert wird vor seinem Kurierdienst-Depot brutal erschlagen.
XY-Szenenfoto: Hans Joachim Eckert wird vor seinem Kurierdienst-Depot brutal erschlagen.
Quelle: ZDF

Dennoch bringt die Polizei diese Spur weiter. Denn im Dunstkreis des Aufschneiders bewegt sich ein polizeibekannter Einbrecher. Die Ermittler befragen die Ex-Frau des Kriminellen – und diese händigt den Beamten einen Brief aus, der an ihren Ex-Mann adressiert ist. Absender ist ein Albaner, mit dem der Profi-Einbrecher früher „zusammengearbeitet“ hat. Mittlerweile sind die Männer zerstritten. In dem Brief droht der Albaner mit „der Wahrheit“ und schreibt „Du weiß, was du in Mehren getan hast!“.

Der Durchbruch

Wieder wenden sich die Ermittler an die Ex-Frau des Briefeschreibers – und treffen erneut ins Schwarze. Er hat in derselben Nacht seiner Ex-Frau die Tat gestanden. Als Rädelsführer einer ganzen Einbrecherbande habe er den Überfall auf das Paketdepot organisiert und zwei seiner Leute dorthin geschickt. Einer der Männer habe die Nerven verloren und den Depotleiter erschlagen.

Zehn Jahre nach der Tat können die Ermittler endlich die Männer festnehmen, die für den Tod von Hans Joachim Eckert verantwortlich sind. Im Mai 2016 fällt das Urteil: Der Albaner muss als Rädelsführer für acht Jahre ins Gefängnis. Einer der Mittäter wird zu einer vierjährigen Jugendstrafe verurteilt. Der Haupttäter bekommt wegen Raubes mit Todesfolge in Tateinheit mit Totschlag eine Haftstrafe von 15 Jahren.

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