Der Fall: Mareike G.

Der Täter war ein Arbeitskollege

Mareike G. ist 20 Jahre alt, kommt aus Waldmünchen, einem kleinen Ort nahe der tschechischen Grenze und arbeitet in einer Textilfabrik. Sie hat eine eigene Wohnung und einen großen Freundeskreis. Im Oktober 2003 verschwindet sie spurlos.

XY-Szenenfoto: Mareike hat eine Auseinandersetzung mit einem Arbeitskollegen. Dabei empfindet er mehr für sie, als sie ahnt.
XY-Szenenfoto: Mareike hat eine Auseinandersetzung mit einem Arbeitskollegen. Dabei empfindet er mehr für sie, als sie ahnt. Quelle: Securitel

Mareikes Mutter macht sich Sorgen. Ihre Tochter reagiert nicht auf Anrufe – erscheint nicht zur Arbeit. Deshalb sucht sie mit ihrem Lebensgefährten die Wohnung auf. Diese scheint auf den ersten Blick unberührt. Doch als die Spurensicherung der Polizei die Räumlichkeiten durchsucht, wird schnell klar: Hier hat ein Verbrechen stattgefunden, das Mareike nicht überlebt haben dürfte. Der Täter hat nach dem Mord versucht, sämtliche Spuren des Verbrechens in der Wohnung zu beseitigen – was ihm jedoch nicht ganz gelungen ist.

Stundenlange Vernehmung

Die Kripo Regensburg gründet eine Arbeitsgruppe, nimmt den Freundeskreis von Mareike unter die Lupe und holt auch Profiler Alexander Horn vom Landeskriminalamt Bayern ins Boot. Schließlich gilt ein Arbeitskollege als Hauptverdächtiger, der aber auch nach elf Stunden Vernehmung ruhig und gefasst auf alle Fragen der Polizei eine Antwort weiß. Nur durch einen geschickten Schachzug gelingt es dem vernehmenden Polizisten, ihm doch noch ein Geständnis zu entlocken.

Der Beamte beendet offiziell die stundenlange Vernehmung, bietet dem Tatverdächtigen etwas zu essen und zu trinken an. Dann stellt er ihm überraschend eine weitere Frage: „Sind Sie eigentlich durchs Fenster oder durch die Tür eingestiegen?“. Der Verdächtige, total überrumpelt und immer bemüht, alles recht zu machen, antwortet wahrheitsgemäß „durchs Fenster!“. Es ist der alles entscheidende Durchbruch. Kurz darauf gesteht er die Tat. Er gibt an, er habe am Tatabend Unterwäsche von Mareike stehlen wollen, doch Mareike habe ihn dabei erwischt. Es kam zur tödlichen Auseinandersetzung. Wenig später führt der junge Mann die Polizisten zu einem Waldstück – etwa 100 Kilometer vom Tatort entfernt. Hier hat er die Leiche von Mareike begraben.

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