Der Fall: Brummi-Mörder

Der Killer brauchte ein „Stressventil“

Der so genannte „Brummi-Mörder“ überfällt in den Jahren 2003 bis 2006 vier Frauen, die er würgt und anschließend brutal vergewaltigt. Drei Opfer tötet er, nur eine Frau überlebt mit viel Glück.

XY-Szenenfoto: Ein Kripobeamter hört sich bei Prostituierten um, nachdem eine der Damen spurlos verschwunden ist.
XY-Szenenfoto: Ein Kripobeamter hört sich bei Prostituierten um, nachdem eine der Damen spurlos verschwunden ist. Quelle: Securitel

Das erste Opfer ist eine Prostituierte aus Köln. Im November 2003 steigt sie arglos in den Lkw ihres Mörders. Wenig später wird ihre Leiche auf einem Baumarkt-Gelände gefunden. Der Täter hat sein Opfer erdrosselt und sich dann an ihrem Leichnam vergangen.

Die nächste Tat ein Jahr später

Im Oktober 2004 kommt es zur nächsten Tat. Wieder ist es eine Prostituierte aus Köln, die sich der Täter als Opfer aussucht. Er lockt sie in seinen Lkw, dort würgt er sie bis zur Bewusstlosigkeit. Als die Prostituierte zu sich kommt, wird sie von dem Unbekannten brutal vergewaltigt. Anschließend sticht der Mann mit einem Messer auf sie ein.

Mit letzter Kraft kann die Frau entkommen. Sie wird von einer Autofahrerin ins Krankenhaus gebracht. Eine Not-Operation rettet ihr Leben. Dank der detaillierten Aussage des Opfers gelingt es, ein Phantombild des Täters zu erstellen – eine erste wichtige Spur in dem Fall.

Zwei weitere Opfer

Ein Jahr später – im Oktober 2005 – kommt es zur nächsten Tat. Diesmal überfällt der Mann eine Haushaltshilfe in Dillenburg, die nachts auf dem Weg zu einer Telefonzelle ist. Der Täter – so später die Ermittlungen – würgt sein Opfer und verschleppt es in sein Haus. Dort vergewaltigt er die junge Frau mehrfach, dann tötet er sie. Ihr Leichnam wird in einem Waldstück oberhalb von Eisern, einem Ortsteil von Siegen, gefunden.

Im Juli 2006 schlägt der Täter erneut zu – diesmal in Kassel. Sein viertes Opfer ist eine 18-jährige Schülerin, die auf dem Weg zum Nachtbus ist. Am Morgen nach dem Mord findet ein Spaziergänger ihre Leiche in einem Gebüsch neben einem Parkplatz. Auch die Schülerin wurde brutal vergewaltigt und erdrosselt.

Serientäter ja oder nein?

Der Polizei fällt es anfangs schwer, einen Zusammenhang zwischen den vier Taten herzustellen. Denn nicht immer ist der Modus Operandi derselbe, auch die Tatörtlichkeiten wechseln. Ein DNA-Abgleich bringt schließlich Gewissheit. Die Polizei ist auf der Suche nach einem Serientäter.

Mit intensivster Öffentlichkeitsfahndung in verschiedensten Medien – auch in „Aktenzeichen XY…ungelöst“ – bittet die Polizei die Öffentlichkeit um Hilfe bei der Suche nach dem Mörder. Ein Zeitungsartikel fällt einem Mann auf, der schließlich den alles entscheidenden Tipp geben wird. Er glaubt, eine große Ähnlichkeit zwischen dem veröffentlichten Phantombild des Serienkillers und dem neuen Freund seiner früheren Lebensgefährtin erkannt zu haben. Durch diesen Zeugen kann schließlich der Lkw-Fahrer Marco M. als der gesuchte Serienmörder identifiziert und zweifelsfrei überführt werden. Der Lkw-Fahrer wird zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.

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