Statt Traumhaus Luftschloss

Böse Überraschung im Urlaub

Ein Mann möchte mit seinen Freunden den Jahreswechsel in Kitzbühel feiern. Er sucht kurzfristig ein Feriendomizil – und wird auf eine luxuriöse Villa aufmerksam, die im Internet zu einem annehmbaren Preis angeboten wird. Er ahnt nicht, dass ihm am Ende eine böse Überraschung bevorsteht.

XY-Szenenfoto: Typisch: Am Urlaubsort ist der vermeintliche Vermieter weder anzutreffen noch telefonisch zu erreichen
XY-Szenenfoto: Typisch: Am Urlaubsort ist der vermeintliche Vermieter weder anzutreffen noch telefonisch zu erreichen Quelle: Securitel

Das Ferienhaus klingt verlockend: 150 Quadratmeter, 3 Schlafzimmer, Kamin, Sauna und sogar ein Heimkino. Hier will der junge Mann mit seinen Freunden das Ende des Jahres ausklingen lassen. Er bucht die Unterkunft.

10 Prozent Rabatt

XY-Szenenfoto: Die Vorfreude auf die gebuchte Urlaubsunterkunft verfliegt beim so genannten Ferienwohnungsbetrug zu Beginn der Reise schnell.
XY-Szenenfoto: Die Vorfreude auf die gebuchte Urlaubsunterkunft verfliegt beim so genannten Ferienwohnungsbetrug zu Beginn der Reise schnell. Quelle: Securitel

Vier Wochen vor Urlaubsbeginn verlangt der Vermieter eine Anzahlung von 50 Prozent und gewährt sogar einen Sofortrabatt von 10 Prozent, wenn der Gesamtpreis sofort überwiesen wird. Dennoch entscheidet sich der junge Mann gegen die vollständige Bezahlung. Er überweist lediglich die Anzahlung in Höhe von 865 Euro.

Einen Monat später folgt die böse Überraschung. Das angemietete Haus in Kitzbühel ist unter der angegebenen Adresse nicht zu finden. Als sie die Villa schließlich an einem anderen Standort entdecken und den vermeintlichen Vermieter ansprechen, entpuppt sich dieser als rechtmäßiger Besitzer. Sein Wohnhaus wird nicht vermietet.

Glück gehabt

Mit großer Mühe gelingt es den Freunden, eine Ausweichunterkunft zu finden. Silvester verbringen sie weit weniger luxuriös als erhofft. Die Anzahlung der Miete für die Luxusvilla scheint verloren. Doch durch einen Buchungsfehler bekommt der junge Mann das Geld am Ende doch zurück. Glück gehabt – in den meisten Fällen sind die hunderte Euro Anzahlung für immer verloren.

Die Masche: Ferienwohnungsbetrug

Die Betrüger locken mit falschen Internet-Anzeigen von Ferienwohnungen und -Häusern in beliebten Urlaubsorten. Sie verwenden meist bereits vorhandene Fotos, die sie im Internet finden und zu günstigen Preisen anbieten. Mit Tricks wie etwa saftigen Rabattversprechungen bei Sofortzahlung versuchen sie die Interessenten dazu zu bringen, möglichst die gesamte Miete für das Feriendomizil zu überweisen.

Tipps zur Vorbeugung:

  • Vorsicht bei vermeintlichen Schnäppchen! Werden Sie hellhörig, wenn das Ferienhaus viel günstiger ist als die anderen in der Umgebung!
  • Achten Sie auf das Impressum! Sind Angaben unvollständig, nehmen Sie Abstand! Rufen Sie direkt beim Vermieter an. Wenn Sie niemanden erreichen – Finger weg!
  • Sind Bewertungen vorhanden? Kontaktieren Sie andere Gäste und fragen nach deren Erfahrungen.
  • Prüfen Sie die Existenz des Ferienhauses – etwa per Google Bildersuche oder per Satellitenansicht von Google! Auch das örtliche Tourismusamt kann helfen.
  • Achtung bei zu hohen Anzahlungen! Diese sollten nicht höher als 10-30 Prozent des Gesamtpreises betragen.
  • Zahlen Sie mit Kreditkarte, Paypal oder per Lastschrift! Die Restsumme am besten erst vor Ort im Ferienobjekt persönlich in bar übergeben!

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