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Mein geklautes Ich

Finanzieller Ruin und ein kaputtes Leben

Identität weg, Geld weg. Heinrich Traues Identität wurde gestohlen. Seitdem muss er jeden Tag aufs Neue beweisen, dass er der „echte“ ist – doch das ist nicht nur schwer, sondern auch nervenaufreibend und zermürbend.

XY-Szenenfoto: Vermutlich hat ein Bettnachbar im Krankenhaus den Personalausweis des Geschädigten fotografiert.
XY-Szenenfoto: Vermutlich hat ein Bettnachbar im Krankenhaus den Personalausweis des Geschädigten fotografiert.
Quelle: ZDF

Beim Identitätsdiebstahl gelangen Kriminelle auf unterschiedliche Weise an die persönlichen Daten des Opfers, also zum Beispiel den Personalausweis, die Versichertenkarte etc. Sie benutzen die Daten, um auf Kosten des Opfers einzukaufen, Verträge abzuschließen und vieles mehr.

Eine Tortur beginnt

Heinrich Traue vermutet, dass ein Bettnachbar im Krankenhaus eine unbeobachtete Situation nutzte, um seinen Personalausweis abzufotografieren. Denn seit diesem Krankenhausaufenthalt bekommt Heinrich Traue Pakete, die er nicht bestellt hat, Rechnungen für Waren und Dienstleistungen, die er nie in Anspruch genommen hat.

XY-Szenenfoto: Heinrich Traue versteht die Welt nicht mehr. Ständig soll er Rechnungen bezahlen, für die er gar nicht verantwortlich ist.
XY-Szenenfoto: Heinrich Traue versteht die Welt nicht mehr. Ständig soll er Rechnungen bezahlen, für die er gar nicht verantwortlich ist.
Quelle: ZDF

Anfangs ist es ärgerlich und lästig, die Pakete wieder zurückzuschicken, bei den Lieferanten anzurufen und die Dinge richtig zu stellen. Doch irgendwann wird die Sache zur Zerreißprobe für Heinrich Traue. Er kämpft seit Jahren mit rheumatischen Beschwerden. Durch den ganzen Stress verschlechtert sich sein Gesundheitszustand zusehends. Für die Konsumwirtschaftswelt existiert derweil ein anderer Heinrich Traue: Ein sehr kauffreudiger und raffinierter Heinrich Traue.

Inzwischen konnte ein Verantwortlicher ermittelt werden. Er sitzt mittlerweile in Haft. Am Montag, den 17.02.2020 wurde der Angeklagte zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Für Heinrich Traue nur ein schwacher Trost.

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