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„Sex-Tortion“

Achterbahnfahrt der Gefühle

Wer im Internet auf Partnersuche geht, sollte vorsichtig sein. Liebesbetrüger haben sich auf vor allem auf einsame Damen spezialisiert. Wer auf sie hereinfällt, ist am Ende nicht nur meist sämtliche Ersparnisse los, sondern auch das Vertrauen in die Liebe…

XY-Szenenfoto: Wenn die Liebe missbraucht wird. Der Gang zur Polizei fällt vielen Opfern schwer.
XY-Szenenfoto: Wenn die Liebe missbraucht wird. Der Gang zur Polizei fällt vielen Opfern schwer.
Quelle: ZDF

Die Betrüger finden ihre Opfer - meist alleinstehende Frauen - im Internet. Sie ergreifen die Initiative und schreiben die Damen in sozialen Netzwerken oder auf Dating-Seiten an - in der Regel in englischer Sprache. Sie geben sich charmant, wortgewandt und einfühlsam – sie scheinen der perfekte Partner zu sein.

Emotionale Abhängigkeit

XY-Szenenfoto: Drei Freundinnen stoßen auf die Liebe an. Doch kurz darauf stellt sich heraus: Der neue Mann ist ein Betrüger.
XY-Szenenfoto: Drei Freundinnen stoßen auf die Liebe an. Doch kurz darauf stellt sich heraus: Der neue Mann ist ein Betrüger.
Quelle: ZDF

Über Wochen, Monate oder sogar Jahre telefonieren oder chatten sie mit ihren vermeintlichen Herzensdamen. Zu persönlichen Treffen kommt es in der Regel nicht – als Ausrede dienen etwa die große räumliche Distanz oder ein angeblicher Job im Ausland.

Haben die Betrüger erstmal das Vertrauen ihrer Opfer, nutzen sie dieses schamlos aus. Sie überreden die Frauen zu freizügigen Fotos, die sie sich schicken lassen. Im Gegenzug senden sie ebenfalls Nacktbilder – die sie zuvor allerdings aus dem Internet kopiert haben.

Plötzliche Geldforderung

Kurz darauf sprechen die Betrüger plötzlich von einer großen persönlichen Krise, die sie in Geldnot gebracht haben soll. Die Geschichten variieren – von gesundheitlichen Problemen über den Diebstahl wertvoller Güter bis hin zu Erpressung. Am Ende wollen die Täter nur eines: Die Opfer dazu bringen, Geld ins Ausland zu transferieren – meist über Money Gram oder Western Union. Die zu Beginn meist geringen Geldforderungen werden dabei stetig erhöht.

Bekommen die Frauen doch irgendwann Zweifel, lassen die Betrüger ihre Maske fallen: Sie erpressen die Opfer mit ihren pikanten Nacktfotos, um weitere Gelder zu bekommen. Wer nicht zahlt, dessen Bilder werden – so die Drohung – auf den sozialen Netzwerken veröffentlicht.

Kein Happy End

Den Opfern bleibt am Ende nur der Gang zur Polizei. Doch die kann in den meisten Fällen auch nicht helfen. Die Täter agieren von Ländern aus, in denen die deutschen Behörden nicht tätig werden können. So bleibt den betrogenen Frauen nur, sich eine neue Handynummer und E-Mail-Adresse zuzulegen und auf das Verständnis und die tröstenden Worte von Freunden und Familie zu hoffen.

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