Zurück in die Gesellschaft

"Leben ist mehr!" am Reformationstag 2013

Gesellschaft | Dietrich Grönemeyer - Leben ist mehr! - Zurück in die Gesellschaft

Zum Reformationstag begegnet Dietrich Grönemeyer Josef Schmid und Harald B.. Beide Männer lebten eine Zeit lang auf der Straße und kämpfen sich ins Leben zurück.

Beitragslänge:
13 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.10.2018, 00:00

Die vergangenen Jahre waren für Josef Schmid wie eine Achterbahnfahrt. Eigentlich hatte der heute 60-Jährige sich als Bankmanager bestens in einem komfortablen bürgerlichen Leben eingerichtet. Doch dann ging es Schlag auf Schlag: Job weg, Haus weg, Ehe kaputt. Josef Schmid landete vor ein paar Jahren auf der Straße - für viele die letzte Station eines rasanten Abstiegs. Doch der ehemalige Banker hat die Kehrtwende geschafft. Dietrich Grönemeyer besucht ihn in seiner kleinen Wohnung im Frankfurter Stadtteil Sindlingen und taucht ein in seine Geschichte.

Dietrich Grönemeyer begleitet Josef Schmid im Alltag, der diesem heute Halt und Sicherheit gibt. Gemeinsam kehren sie zurück in die Zeit von Josef Schmids Obdachlosigkeit - und zu der vielleicht wichtigsten Station seines Lebens, einen Wohnwagen an der Kirche in Sindlingen. Dort durfte Josef Schmid einziehen, als er nicht mehr hatte als einen Schlafplatz unter freiem Himmel. Dort fand er Anschluss an die örtliche Gemeinde. Von diesem Wohnwagen aus ist ihm der Wiedereinstieg in die Gesellschaft gelungen.

Harald B.
Harald B.

Wie können Obdachlose den Weg zurück in die Gesellschaft finden? Bei wem liegt die Verantwortung für diesen Prozess? Wie können Hilfestellungen aussehen? Diese Fragen stellt Dietrich Grönemeyer in seiner Sendung zum Reformationstag.

Raus aus der Isolation

Die Fragen zur Wiedereingliederung von Obdachlosen in die Gesellschaft führen Dietrich Grönemeyer auch zu Harald B., der seit ein paar Monaten in einem Wohnwagen auf dem Gelände der evangelischen Hoffnungsgemeinde im Gutleutviertel lebt. Der 44-Jährige erzählt ihm, wie wertvoll der Wohnwagen für ihn ist als Zufluchtsort und erstes Zuhause nach langer Zeit. Harald B. ist es mittlerweile sogar gelungen, eine Arbeit zu finden.

In diesen Begegnungen und Gesprächen erfährt Dietrich Grönemeyer von Einsamkeit, Leid - und dem guten Gefühl, angenommen zu werden. Gleichzeitig wird am Reformationstag deutlich, welch positive Bedeutung es hat, Verantwortung zu übernehmen für sein Leben, seine Angst zu überwinden und den Schritt in eine neue Zukunft zu wagen.

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