Schöpfung bewahren

"Leben ist mehr!" an Christi Himmelfahrt

Gesellschaft | Dietrich Grönemeyer - Leben ist mehr! - Schöpfung bewahren

Dietrich Grönemeyer besucht Menschen, die sich für die Rettung von Tier- und Pflanzenarten einsetzen, die vom Aussterben bedroht sind. Menschen, die ein besonderes Verhältnis zur Schöpfung haben.

Beitragslänge:
13 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.05.2019, 13:45

Für "Leben ist mehr!" an Christi Himmelfahrt besucht Dietrich Grönemeyer Menschen, die sich für vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten einsetzen. Menschen, die ein besonderes Verhältnis zur Schöpfung haben und die Artenvielfalt mit ihrem persönlichen Einsatz erhalten möchten.

Der Schock sitzt noch immer tief: Als der Imker Ekkehard H. im Sommer 2008 zu seinen Bienenstöcken kam, fand er nur Leichen vor, Hunderttausende davon. Seine Bienen waren gestorben - zugrunde gegangen an einem Pflanzenschutzmittel, das bei Bienen als Nervengift wirkt. Ekkehard H. ist nicht allein - in der Rheinebene gehen wie in anderen Regionen der Welt zehntausende Bienenvölker ein. Immer häufiger an den zerstörerischen Auswüchsen einer industrialisierten Landwirtschaft, die im Wesentlichen Profit als Ziel hat und ganzheitliches Handeln auf der Strecke bleiben lässt. "Das ist eine Situation, die ich nie mehr erleben möchte", sagt Ekkehard H. Dietrich Grönemeyer, der ihn im Badischen besucht. "Selbst meinem schlimmsten Feind würde ich sie nicht wünschen."

Grönemeyer beleuchtet am Feiertag Christi Himmelfahrt das Spannungsverhältnis zwischen der Magie des Machbaren und dem tiefen Respekt vor der Schöpfung. Dabei begegnet er Menschen, die ihr Herzensanliegen, die Rettung von vom Aussterben bedrohten Arten mit wirtschaftlichem Denken harmonisch vereinen.

Keine Blüten, keine Bestäubung, kein Honig

"Sterben die Bienen, sterben vier Jahre später die Menschen" - dieser Albert Einstein zugeschriebene Satz mag übertrieben sein. Doch er steht für ein Dilemma, in das sich die Menschheit manövriert hat: im Zeichen von Monokulturen, genmanipuliertem Saatgut und ausufernder Agrarchemie. In Zeiten, da allein in Deutschland täglich 70 Hektar unbebauter Flächen einfach verschwinden und Blumenwiesen eintönigen Maisflächen zur Produktion von Ökostrom oder Benzin weichen müssen, steht die Schöpfung auf dem Spiel. Auf dem Land müssen die Imker ihre Bienen schon im Sommer füttern, damit sie nicht mangels Blütenvielfalt zugrunde gehen. In Teilen Chinas müssen Obstbäume schon von Hand bestäubt werden, weil es keine Bienen mehr gibt. Bald auch vielleicht kein Obst mehr?

"In der Bibel steht: Mach Dir die Erde Untertan! - nicht: Hol raus, was geht!", echauffiert sich Ekkehard H.. Er steht mit seiner Meinung nicht alleine da: Viele Pflanzensorten und Tierarten wären längst verschwunden, wenn sich nicht Enthusiasten wie Ekkehard H. fänden, deren Herzensanliegen es ist, die Artenvielfalt zu erhalten. Dietrich Grönemeyer begibt sich auf die Suche nach solchen Menschen. Er ergründet, wie sie die Wunder der Schöpfung würdigen und gleichzeitig die existenziellen Bedürfnisse des Menschen nicht aus dem Auge verlieren.

Im Einklang mit der Schöpfung leben

In seinen Gesprächen wird deutlich, wie herausfordernd und befriedigend es sein kann, den Weg zu Gott im Einklang mit der Schöpfung zu suchen. Mutter Natur hat nicht nur ein Kind, den Menschen. Sie hat unglaublich viele Kinder. Keines sollte leichtfertig geopfert werden. Der Blick muss weiter reichen. Leben ist mehr!

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