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Krise in der Landwirtschaft: Bürger werden Bauern

Film von Christian Schnelting und Florian Beck

Dietrich Grönemeyer riecht an einem Kürbis

Gesellschaft | Dietrich Grönemeyer - Leben ist mehr! - Krise in der Landwirtschaft: Bürger werden Bauern

Zu Christi Himmelfahrt beschäftigt sich Dietrich Grönemeyer mit der Krise unserer bäuerlichen Landwirtschaft und welche Folgen sie für unsere Gesellschaft hat.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDF, 25.05.2017, 14:50 - 15:05
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017

Kaum Alternativen für Landwirte

Der Weltmarkt hat die deutsche Landwirtschaft fest im Griff: Viele Bauern stehen vor der Alternative, sich massiv zu vergrößern und ihren Hof zu einer Außenstelle der Agrarindustrie zu machen, oder aufzuhören. Im vergangenen Jahr waren das in Deutschland 4100 Höfe.

Dietrich Grönemeyer begegnet Bauern, die angesichts übermächtiger Handelskonzerne alles hinwerfen, und Bürgern, die selbst Bauern werden, um einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten: die "Solidarische Landwirtschaft". Konsumenten übernehmen als so genannte Mitlandwirte Verantwortung und ermöglichen so Höfen, die auf regionales Wirtschaften setzen, eine stabile, vom Markt unabhängige Existenzgrundlage.

Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

"Wir hören auf. Noch dieses Jahr werden wir alle unsere Kühe verkaufen." Der ostfriesische Milchbauer Reinhold G. ist Landwirt mit Leib und Seele. Doch "es macht einfach keinen Sinn mehr." Mit den von wenigen Handelskonzernen diktierten Milchpreisen kann der 63-Jährige nicht überleben. Eigentlich ist ihm der Gedanke zuwider: "Ich habe immer das Gefühl gehabt, das Land ist ein Geschenk Gottes - und das darf ich nicht zurückgeben."

So wie Reinhold G. geht es vielen Bauern in Deutschland, nur kaum einer spricht offen darüber. Dabei sieht der Ostfriese seinen ganzen Berufsstand in Gefahr: "Ich glaube, wir erleben gerade das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft."

Hohe Wertschätzung und ein gutes Lebensgefühl

Anders sieht es auf dem Adolphshof bei Hannover aus: Hier tummeln sich 100 Ziegen, 32 Kühe, 450 Hühner. Sabine Adam und ihre Mitarbeiter betreiben Ackerbau genauso wie Gemüseanbau - fast wie in alten Zeiten. Möglich macht das auch die "Solidarische Landwirtschaft": Sabine Adam hat rund 200 Mitlandwirte aus der Region Hannover. Diese erwerben jährlich einen Ernteanteil und sichern so die Abnahme unabhängig vom Markt - egal, wie die Ernte ausfällt. Auch über das rein Wirtschaftliche hinaus profitieren beide Seiten: Sabine Adam freut sich, dass es nicht nur um Wertschöpfung, sondern auch um Wertschätzung geht, und Uwe Schmida, einer der Mitlandwirte, genießt, dass er durch die Solidarische Landwirtschaft ein ganz anderes Lebensgefühl gewonnen hat.

Dietrich Grönemeyer erfährt bei seinen Begegnungen mit Landwirten und Bürgern an Christi Himmelfahrt, wie sich Menschen darum bemühen, durch ihr Engagement auf Bauernhöfen der Region die Vielfalt der Schöpfung zu bewahren, und wie ihr eigenes Leben dadurch reicher wird.

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