Menschen gegen Müll

Zum Reformationstag 2017

Gesellschaft | Dietrich Grönemeyer - Leben ist mehr! - Menschen gegen Müll

Dietrich Grönemeyer begegnet zum 500. Jubiläum des Reformationstages Menschen, die gegen die produzierten Berge von Müll ankämpfen oder versuchen, sie erst gar nicht entstehen zu lassen.

Beitragslänge:
14 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.10.2022, 18:00
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017

8,3 Milliarden Tonnen Plastikmüll haben die Menschen bis heute produziert. Ein viel zu großer Teil davon vermüllt unsere Umwelt und gefährdet unsere Gesundheit. Und es wird immer mehr: Allein 2015 waren es durchschnittlich 559 Kilogramm Abfall pro Person.

Foto-Kunst aus Müll

Dietrich Grönemeyer und Stephan Horch kippen aus großen Beuteln Müll in einen Container
Erschütternde Bilanz: Dietrich Grönemeyer und Stephan Horch füllen einen Container mit Müll, den Horch und seine Mitstreiter vom "Clean River Project" auf 36 Moselkilometern gesammelt haben Quelle: Christian Schnelting

Über 250.000 Tonnen Abfall treiben in den Ozeanen - und wenn Stephan Horch nicht wäre, dann wären es noch ein paar Tonnen mehr. Denn der 44-jährige Fotograph aus Winningen an der Mosel sammelt jedes Mal, wenn er mit seinem Kajak auf der Mosel unterwegs ist, Müll. Seine Ausbeute kann sich sehen lassen. Unlängst ist Stephan Horch mit Freunden nur vier Kilometer die Mosel hochgefahren. In einem Tag haben sie 840 Kilogramm Müll gefunden und eingesammelt - vom großen Kühlschrank bis zu kleinsten Plastikteilchen. Die "Erträge" seiner "Cleanup-Events" arrangiert Stephan Horch zu Skulpturen - und macht daraus Foto-Kunst.

Abfallvermeidung zum Schutz der Schöpfung

Daniela Schnagl versucht, Müll erst gar nicht entstehen zu lassen: Trotz vier Kindern, einem schwerkranken Mann und einem gut laufenden Coaching-Unternehmen widmet sich die energische 48-Jährige aus Olching bei Fürstenfeldbruck täglich ihrem Ziel, möglichst auf Müll zu verzichten, kocht jede Woche Marmelade ohne Zucker, rührt regelmäßig die Zahnpasta für die Familie selbst an. Der Erfolg ihrer Bemühungen ist messbar: "Ganz Zero Waste schaffen wir nicht", gesteht Daniela Schnagl, "trotzdem haben wir in den letzten zwei Jahren deutliche Fortschritte gemacht." Das empfindet die evangelische Christin als sehr befriedigend: "Ich brauch' ein Gefühl für die Schöpfung und will etwas gegen ihre Gefährdung tun." Dabei ist ihr bewusst geworden, dass es längst nicht nur um Müllvermeidung geht. "Es ist das Plastik um die Tomaten, aber es geht weiter", meint Daniela Schnagl. Man landet schnell bei der Frage: "Was tue ich überhaupt und auf was verzichte ich?"

Dietrich Grönemeyer erfährt bei seinen Begegnungen an diesem besonderen Reformationstag, wie Menschen versuchen, ihre Verantwortung gegenüber der Schöpfung wahrzunehmen und den Müllwahnsinn wenigstens ein wenig zu bremsen - und er erlebt, wie man über den Umgang mit unserem Müll eine ganz neue Haltung zum Leben gewinnen kann.

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