Palmweihe in Klosterneuburg

900 Jahre alt sind die Mauern der Stiftskirche Maria Geburt von Klosterneuburg. Das sie heute noch ein würdiges und monumentales Gotteshaus ist, davon können sich die Mitfeierenden während der Messe am Palmsonntag überzeugen.

Der festliche Gottesdienst am Palmsonntag beginnt mit der Palmweihe im Stiftshof der Stiftskirche Maria Geburt. Danach führt die Prozession in Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem mit musikalischer Begleitung in die Stiftskirche: Jesus hat man wie einem König gehuldigt und mit Palmzweigen in den Händen das "Hosanna" zugerufen. Sein Königtum war aber kein irdisches Reich, sondern in ihm ist das Reich Gottes angebrochen. Dafür war er auch bereit, zu leiden und zu sterben.

Beim Einzug durchschreitet die festliche Palmprozession auch das Kirchenportal (als Symbol für den Eintritt in das neue Jerusalem). Das Tor ist Symbol für das Überschreiten einer Schwelle.

Die musikalische Gestaltung übernehmen die Cantorey des Stiftes und die Stadtkapelle Klosterneuburg. Die Orgel spielt Helmut Lerperger.

Luftaufnahme der Ostfassade Stiftskirche Maria Geburt in Klosterneuburg/Österreich.
Ostfassade Stiftskirche Klosterneuburg Quelle: ORF

Lieder:

GL 280: Singt dem König Freudenpsalmen

GL 392 / GL alt 258 / EG 316:

Lobe den Herren, den mächtigen König

GL 411 Erde singe

GL 279 /GL alt 199: Hosanna dem Sohne Davids

GL 629,6 Christus Sieger

GL 177: Credo in unum Deum

GL 138 / GL alt 434: Heilig, heilig, heilig, Gott

GL 139 / GL alt 435: Lamm Gottes

GL 551 / GL alt 262: Nun singt ein neues Lied dem Herren

900 Jahre Stiftskirche

Am 12. Juni 1114 wurde der Grundstein zur Stiftskirche gelegt, da Markgraf Leopold III. von Österreich, der später heiliggesprochene Landespatron, wollte, dass das von ihm gestiftete Kloster ein würdiges Gotteshaus bekommt. Mit der großzügigen Bestiftung und Monumentalität der Stiftskirche, die damals alle Kirchen des Landes übertraf, legte er den Grundstein zu einem religiösen, sozialen und kulturellen Zentrum. 900 Jahre später steht das Jubiläumsjahr unter dem Motto: Glaube – Begegnung – Friede.

Kulturelle Begegnungsstätte

Das Engagement der Augustiner Chorherren für den Frieden und die Menschlichkeit versteht sich als praktische Auswirkung des christlichen Glaubens und stellt einen wesentlichen Schritt zur Begegnung von Mensch zu Mensch dar. Das Stift ist ein Ort, an dem sich Menschen aller Nationalitäten und sozialer Herkunft begegnen – bei religiösen und kulturellen Veranstaltungen kommen sie ins Gespräch über „Gott und die Welt“. Im Jubiläumsjahr stimmen künstlerische Interventionen am Stiftsgelände auf die Begegnung mit dem Chorherrenstift ein.

Einzigartiges Stiftsweingut

Die Chronik berichtet übrigens auch, dass das Stift schon durch Leopold III. mit Weingärten ausgestattet wurde und somit auf eine neunhundertjährige Weintradition zurückblicken kann. Dies macht das Stift Klosterneuburg zum ältesten heute noch bestehenden Weingut Österreichs und zum einzigen Stiftsweingut, das alle Schritte der Weinproduktion noch selbst durchführt.

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