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Drei Frauen für den Frieden

Denkanstöße zum Katholikentag in Münster

Gesellschaft | Gottesdienste - Drei Frauen für den Frieden

Der Film porträtiert drei Frauen, die sich für Frieden engagieren, obwohl oder gerade weil sie die Erfahrung von Terror, Gewalt und Tod in der eigenen Familie gemacht haben.

Beitragslänge:
14 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 09.05.2019, 23:59
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Der Sohn von Frederike Herrlich kam beim Attentat am Berliner Breitscheidplatz ums Leben. Ahlam verlor ihren Mann und ihren Bruder im Bombenhagel von Aleppo. Sie lebt jetzt in Gelsenkirchen. Naisys Bruder wurde von Militärs in Kolumbien erschossen.

Versöhnung und Frieden

Frederike Herrlich hat der Tod ihres Sohnes Christoph aus der Bahn geworfen. Der 40-Jährige starb bei dem islamistischen Attentat auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016.

Halt und Unterstützung fand die 67-Jährige in ihrer Kirchengemeinde, beim Singen und durch die aktive Mitarbeit in Sozialprojekten. Sie hat der Mutter des Attentäters einen Brief geschrieben, weil sie überzeugt ist, dass nur im Dialog Versöhnung und Frieden möglich sind.

Ohne Gewalt und Drogen

Tumaco gehört zu den Städten mit der höchsten Gewaltrate in Kolumbien. Sie wird von FARC-Rebellen beherrscht, die sich bisher dem Versöhnungsprozess zwischen Regierung und den Rebellen verweigern. Wir treffen dort die Sozialarbeiterin Naisy. Ihr Bruder wurde vor dem Haus der Familie von einem Soldaten getötet.

Die 21-jährige Naisy engagiert sich in verschiedenen Projekten der Kirchengemeinde, um den Jugendlichen eine Perspektive ohne Gewalt und Drogen zu bieten. Mit ihrer Hip-Hop-Gruppe versucht sie zudem, die Gewalterfahrung über die Musik zu verarbeiten.

Verständnis durch Dialog

Ahlam war Lehrerin in Aleppo. Ihr Mann und ihr Bruder kamen bei Bombenanschlägen auf die syrische Stadt ums Leben. Daraufhin flüchtete die 28-Jährige mit ihrem kleinen Sohn aus der Kriegsregion. Über die Türkei, Griechenland und mehrere osteuropäische Länder kam sie schließlich nach Deutschland.

Ahlam lebt heute in Gelsenkirchen und versucht über Kunstprojekte ihre traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten. Bei Gesprächsabenden versucht sie die Deutschen für die Situation in ihrer Heimat Syrien zu sensibilisieren.

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