Fremd und doch zuhause

Gottesdienst aus der Karlskirche Kassel

Der evangelische Gottesdienst kommt aus der Karlskirche mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke. Er steht unter dem Motto "Fremd und doch zuhause".

Die Documenta hat ihnen vor zwanzig Jahren ein Denkmal gesetzt. Seitdem schauen in Kassel "Die Fremden“ in Gestalt dreier menschlicher Figuren von einem Museumsdach auf die Stadt. Umgekehrt schaut die Stadt Kassel schon seit mehreren Jahrhunderten auf seine Bürger aus der Fremde: Als im 17. Jahrhundert in Frankreich protestantische Gläubige – die Hugenotten – blutig verfolgt wurden, zogen sie auf Einladung des Landgrafen Karl nach Kassel und fanden hier eine neue Heimat.

Durch starken Glauben inneres Unbehaustsein verkraften

Haus und Hof hatten sie zurückgelassen. Dennoch brachten die Hugenotten vieles mit: Französische Lebensart, handwerkliches und wirtschaftliches Geschick, aber auch schmerzlichen Verlust und zunächst wohl das Gefühl von Verlorenheit in der Fremde. Eine existenzielle Erfahrung, die jeden treffen kann. Den Hugenotten gelang es jedoch durch ihren starken Glauben, ihre Vertreibung und ihr inneres Unbehaustsein zu verkraften. Das macht sie bis heute interessant und zeigt, dass Toleranz auch für die, die sie gewähren, ein Gewinn sein kann. Davon werden Pröpstin Katrin Wienold Hocke und ihr Team im ZDF-Fernsehgottesdienst erzählen. Die Musik dazu gestalten Njeri (Gesang) und Johannes Weth (Piano), Harald Kramer (Harfe) und Josef Heger (Orgel).

Nach der Sendung gibt es bis 14.00 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot der evangelischen Kirche unter der Telefonnummer 01803 67 83 76
(0,09 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Max. 0,42 € pro Minute aus Mobilfunknetzen.)

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