Gottesdienste in der stillen Zeit

In der Zeit von Weihnachten bis zum Jahreswechsel sendet das ZDF mehrere festliche, evangelische und katholische Gottesdienste und den Segen Urbi et Orbi des Papstes.

Evangelischer Gottesdienst am 23.12.2012 um 9.30 Uhr

Nikolaikirche in Siegen
Siegen Nikolaikirche

Reicht die Kraft, das Kind alleine groß zu ziehen? Und reicht das Geld für die Erstausstattung? So lauten heimliche Fragen von manchen jungen Müttern, die ungeplant schwanger geworden sind. Die evangelische Frauenhilfe im Siegerland hat vor einigen Jahren darauf eine Antwort gefunden und gemeinsam mit der Sparkassenstiftung „Zukunft“ das inzwischen preisgekrönte Projekt „Starthilfe - Zeit stiften für junge Mütter“ gegründet. Dort engagieren sich 49 Frauen als ehrenamtliche „Zeitstifterinnen“, die  die jungen Mütter stundenweise unterstützen. Eine von ihnen wird im ZDF-Fernsehgottesdienst von ihren Erfahrungen berichten.  Wenn einige Minuten später die Kantorei Siegen mit Jürgen Poggel an der Orgel auf berührende Weise von der biblischen Maria singt, die ebenfalls unter widrigen Umständen ihr erstes Kind auf die Welt gebracht hat, wird schnell deutlich, dass auch im „Hause Gottes“ die Familienverhältnisse zeitweise schwierig waren. Eine bemerkenswerte Parallele von theologischer Tragweite, die Annette Kurschus,Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, in ihrer Adventspredigt entfalten wird.

Nach der Sendung gibt es bis 14.00 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot der evangelischen Kirche unter der Telefonnummer 01803 67 83 76
(9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Max.42 Cent aus Mobilfunknetzen)

Evangelische Christvesper am 24.12.2012 um 22.30 Uhr

Kirche Basthorst
Kirche Basthorst

Weihnachten ist ein Nacht-Fest. Anders als bei den meisten anderen Fest- oder Gedenktagen ist es hier eine Nacht, die gefeiert wird. Jene Nacht, in der Jesus geboren wurde und die daher die Heilige Nacht genannt wird. Im Gottesdienst aus der Dorfkirche Basthorst in Schleswig-Holstein erzählen eine Hebamme und ein Landwirt von besonderen Nacht-Erfahrungen und Pastorin Anne Gidion zeigt in ihrer Predigt, wie die Nacht der Christgeburt all die anderen Nächte erleuchten kann. Für die musikalische Gestaltung sorgen Maximilian Nagode (Orgel) und Klaus Stöckel (Trompete), sowie der St-Marien-Chor Basthorst unter Leitung von Bianca Oldenburg. Pastorin Kirsten Sattler wird die Gemeinde durch den Gottesdienst begleiten und  an einen guten Weihnachtsbrauch erinnern, der im Elternhaus Dietrich Bonhoeffers gepflegt wurde.Nach der Sendung gibt es bis 1.00 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot der evangelischen Kirche unter der Telefonnummer 01803 67 83 76
(9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Max.42 Cent aus Mobilfunknetzen)

Katholischer Weihnachtsgottesdienst am 25.12.2012 um 10.45 Uhr

Winterliche Ansicht der Stiftskirche Seitenstetten in Österreich
Stiftskirche Seitenstetten Quelle: ORF

Am Weihnachtstag richtet sich der Blick auf Bethlehem, den Geburtsort Jesu. Aber, so die Botschaft dieses Gottesdienstes: Bethlehem ist überall. Denn Gott begegnet den Menschen anders, als sie es erwarten. Der lang ersehnte König wird als kleines Kind im Stall geboren, "das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt". Dieses Bethlehem, die Begegnung mit Gott auf Augenhöhe, die Frieden bringt den Menschen guten Willens, das kann überall sein, auch heute. Und das feiern Christen zu Weihnachten. Abt Berthold Heigl lädt ein, sich zu Weihnachten wie die Hirten, wie die Weisen aus dem fernen Osten auf den Weg nach 'Bethlehem' zu machen.
Die musikalische Gestaltung der Missa in D von Franz Xaver Gruber, dem Komponist des Weihnachtsliedes "Stille Nacht, Heilige Nacht" liegt beim Chor und Orchester der Stiftskirche Seitenstetten unter der Leitung von Pater Franz Hörmann. An der Orgel spielt Pater Florian Ehebruster.
Lieder:
GL 143 / EG 544: Nun freut euch, ihr Christen
GL 145 / EG 46: Stille Nacht, heilige Nacht
GL 132 / EG 30: Es ist ein Ros entsprungen

Urbi et Orbi am 25.12.2012 um 12.00 Uhr

Papst Benedikt XVI. winkt
Papst Benedikt XVI. winkt Quelle: ZDF

Papst Benedikt XVI. richtet am 1. Weihnachtstag traditionell seine Friedensbotschaft an die Welt und spendet den Segen "Urbi et Orbi". Seine Weihnachtsgrüße in über 60 Sprachen gehen rund um den Globus. Nach Angaben des Vatikans übertragen jedes Jahr etwa 100 Fernsehanstalten aus knapp 60 Ländern das Ereignis live. Für Deutschland überträgt traditionell das ZDF an Weihnachten den Segen direkt aus Rom.
Den Kommentar spricht Jürgen Erbacher. Die Sendung wird im Zweikanalton ausgestrahlt.

Der Segen "Urbi et Orbi" ist der feierliche Segen, den der Papst an Weihnachten und Ostern sowie bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Wahl spendet. Die lateinischen Worte bedeuten übersetzt "der Stadt und dem Erdkreis". Sie unterstreichen den universalen Geltungsanspruch der katholischen Kirche. Sie haben ihren Ursprung im Weltbild der römischen Antike, in der Rom (urbs) als Mittelpunkt des Erdkreises (orbis) galt.

Evangelischer Gottesdienst am 30.12.2012 um 9.30 Uhr

Bergkirche Wiesbaden
Bergkirche Wiesbaden

Wenn am Jahresende Fernsehen und Zeitungen noch einmal an die großen Ereignisse der vergangenen Monate erinnern, ziehen viele Menschen auch über ihr persönliches Leben Bilanz und schauen auf glückliche und schmerzliche Stunden zurück. "Alles hat seine Zeit“ stellt der Prediger des Alten Testaments dazu summarisch fest. Pfarrer Nett und sein Gemeindeteam werden seinen berühmten Text - von meditativer Orgelmusik begleitet - im ZDF-Fernsehgottesdienst vortragen. Danach ermutigt Pfarrer Nett in seiner Predigt, sich auch eigenem Fehlverhalten im vergangenen Jahres zu stellen. An Petrus, dem Jünger Jesu, macht er beispielhaft deutlich, welche Verheißung darin liegt: Mit Gottes Hilfe kann Schuld überwunden und mit biographischen Brüchen Frieden geschlossen werden, sodass sich "zwischen den Jahren“ ein versöhnter, gelassener Blick zurück und ein zuversichtlicher Blick nach vorn einstellt.

Nach der Sendung gibt es bis 14.00 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot der evangelischen Kirche unter der Telefonnummer 01803 67 83 76
(9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Max.42 Cent aus Mobilfunknetzen)

Neujahrsgottesdienst um 10.15 Uhr

Dresdner Frauenkirche
Dresdner Frauenkirche Quelle: Dietmar Bertold

Bereits zum siebenten Mal kommt der ZDF-Neujahrsgottesdienst aus der Dresdner Frauenkirche. Es ist ein guter Brauch geworden, das neue Jahr in dieser Kirche zu beginnen, die in besonderer Weise für einen Neubeginn steht. Festliche Musik und die Einladung, das neue Jahr mutig und im Vertrauen auf Gott zu beginnen, prägen diesen Gottesdienst. Dabei sorgt die neue Jahreslosung dafür, dass auch nachdenkliche Töne angeschlagen werden: "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Dieser Satz erinnert daran, wie vorläufig und vergänglich all das ist, was vermeintlich Stabilität und Sicherheit verspricht. Zum anderen lässt er danach fragen, was wirklich wichtig ist.

Die Predigt hält Landesbischof Jochen Bohl. Es erklingen Stücke aus dem Utrechter Te Deum von Georg Friedrich Händel. Es musizieren der Chor der Frauenkirche, das Ensemble Frauenkirche und Solisten unter der Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert.

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