Der andere Sündenbock

Gottesdienst aus Krems

ZDF und ORF übertragen am zweiten Sonntag im Jahreskreis die Heilige Messe aus der Stadtpfarrkirche St. Veit im österreichischen Krems. Die barocke  Kirche wird auch Dom der Wachau genannt. Die Messe widmet sich dem Thema des alttestamentarischen Sündenbocks, und dem Bild von Christus als dem Lamm Gottes. Mit der Gemeinde feiert Pfarrer Franz Richter.

Es kann sehr unangenehm und sogar bedrohlich sein, wenn man als "Sündenbock" herhalten muss. Vielleicht überrascht es, dass der Begriff Sündenbock aus der Bibel stammt. Im Alten Testament gab es am Versöhnungstag folgenden Ritus: Durch die Handauflegung des Hohen Priesters wurde ein Bock symbolisch mit der Schuld und den Verfehlungen des Volkes beladen, damit er diese dann weit in die Wüste hinaus trage.

Bild vom Sündenbock

"Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt." Mit diesen Worten weist Johannes der Täufer im Evangelium vom zweiten Sonntag im Jahreskreis auf Jesus Christus als Befreier und Erlöser hin - und erinnert an das Bild vom Sündenbock. Jedoch mit dem Unterschied, dass Jesus freiwillig

mit den Unzulänglichkeiten und Defiziten des Lebens beladen werden möchte.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernehmen der "Chorus musica sacra Krems" unter der Leitung von Alfred Endelweber und der Jugendchor der Pfarre Krems-St.Veit unter der  Leitung von Andrea Klug. Der Organist ist Ronald Peter.

Geschichte der Stadtpfarrkirche St.Veit

2014 feiert die Stadtpfarre Krems-St.Veit ihr 1000jähriges Bestehen - die ursprünglich romanische Kirche geht vermutlich auf eine Schenkung Heinrich II. zurück. Im 16. Jahrhundert ist die mittelalterliche Pfarrkirche verfallen und wurde zu einem großen Teil abgebrochen. Nach den Plänen des Mailänder Baumeisters Cypriano Biasino wird schließlichin den Jahren 1616 bis 1630 eine der ersten frühbarocken Kirchen nördlich der Alpen errichtet.

Im Jubiläumsjahr ist eine zweijährige Generalsanierung abgeschlossen, und die Gemeinde ist stolz, ihren "Dom der Wachau" mit den berühmten Kremser-Schmidt-Fresken wieder in neuem Glanz erstrahlen zu sehen: als "spirituelle Oase" und "Kulturjuwel zwischen den Wachauer Weinbergen und der Donau".

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