Neues Gotteslob

Gesang- und Gebetbuch für Katholiken

Zum ersten Advent bekommen die Katholiken in Deutschland, Österreich und einigen weiteren deutschsprachigen Bistümern ein neues Gebet- und Gesangbuch. Wie das alte Gesangbuch aus dem Jahr 1975 heißt es "Gotteslob". Es ist für die Katholiken neben der Bibel eine der wichtigsten Sammlungen christlicher Texte. Über zehn Jahre arbeiteten mehr als 100 Experten an dem Projekt. Allerdings müssen viele Bistümer aufgrund von Problemen beim Druck noch warten, bis das neue Buch im Handel sein wird. Teilweise zieht sich die Auslieferung bis Sommer 2014 hin.

Das neue Gotteslob enthält Lieder und Gesänge, aber auch viele Gebete. Darin unterscheidet es sich etwas von seinem Vorgänger, denn der Anteil an Gebeten wurde erhöht. Das neue Buch soll auch bei Gebeten in der Familie oder in kleinen Kreisen verwendet werden. Wie die Ausgabe von 1975 ist auch das neue Gotteslob in zwei Abschnitte aufgeteilt. Es gibt einen Stammteil, der für alle Diözesen gleich ist, und einen diözesanen Eigenteil. So gibt es letztlich 24 verschiedene Ausgaben.

Auch viele ökumenische Lieder

Für den Stammteil wurden rund 3000 Lieder gesichtet; am Ende kamen knapp 290 in den Stammteil. Fast die Hälfte davon sind so genannte „Ö-Lieder“, also ökumenische Lieder. Beim Vorgängerbuch war es nur etwa ein Drittel. Knapp die Hälfte der 290 Lieder im Stammteil ist neu. Darunter sind Taizé-Gesänge, aber auch Lieder aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die im Gotteslob von 1975 kaum vertreten waren, wie etwa das Lied „Maria durch ein Dornwald ging“.

Schwierig gestaltete sich an einigen Stellen die Zusammenarbeit mit dem Vatikan. So war lange nicht klar, ob Texte des niederländischen Theologen, Dichters und ehemaligen Priesters Huub Oosterhuis wieder im neuen Gotteslob enthalten sein werden. Nachdem Rom nur die Lieder und Texte zur Approbation vorgelegt wurden, die für die Eucharistiefeier verwendet werden, konnten die "kritischen" Texte an anderer Stelle ins Gotteslob aufgenommen werden.

Bestes Gebet- und Gesangbuch "ever"

Der Mainzer Liturgiewissenschaftler Ansgar Franz hat am "Gotteslob 2013" mitgearbeitet. Aus seiner Sicht ist es das beste Gebet- und Gesangbuch "ever". Warum das so ist, erklärt er im Interview.

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