Singen macht Mut

mit Prädikantin Antje Borchers und Pfarrer Rolf-Joachim Krohn-Grimberghe

Die St. Nikolai-Gemeinde in Lemgo nimmt kein Blatt vor den Mund. Zu Beginn der Reformation hat sie ihren Pfarrer von der Kanzel herunter gesungen, weil er ihr zu konservativ war. Mit Liedern auf Deutsch statt Latein widersetzte sie sich der damaligen kirchlichen Tradition und Obrigkeit.

Bis heute wird in der St. Nikolai-Gemeinde viel gesungen – auch im  ZDF-Gottesdienst. Mal sehnsüchtig und innig vom Gesangsduo Ulrike Wahren und Peter Stolle. Oder in kräftigem Jubel vom Kammerchor des örtlichen Marianne-Weber-Gymnasiums. Laut oder leise - jeder Ton in diesem Gottesdienst trägt die Botschaft: Singen und Gott loben schenkt Trost. Wenn es sein muss, auch Widerstandskraft. Singen bestärkt Einzelne und ganze Gruppen.

In ihrer Predigt entfaltet die Journalistin, Hörfunkautorin und Prädikantin Antje Borchers dieses im besten Sinne "protestantische" Erbe der Reformation und lädt damit ein, in den Gesang einzustimmen, der Mut zum Leben schenkt.

Glaube drückt sich auch im Gesang aus

"Mit Herzen, Mund und Händen" – unter diesem Motto stehen die ZDF-Gottesdienste im Jahr 2012. Schon immer konnte der Glaube schöpferische Kräfte freisetzen. Er drückt sich in Worten und Liedern, in Taten und Gebeten aus. Er hat Begegnungen der Nächstenliebe und nicht zuletzt auch viele wunderbare Kunstwerke hervorgebracht – im Bau von Kirchen, in der bildenden Kunst und nicht zuletzt in der Musik.

Aber es gibt auch den umgekehrten Weg. Eine Kirche als Kunstdenkmal zu besuchen oder gemeinsam Kantaten und Gospels zu singen, ist für viele ein erster Berührungspunkt mit dem christlichen Glauben. Andere finden ihn, wenn sie sich in christlichen Initiativen und Hilfsprojekten sozial engagieren.

Beide Wege kommen in den Fernsehgottesdiensten in diesem Jahr zur Sprache. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Musik innerhalb der Reformationsdekade, die unter dem Thema "Reformation und Musik" steht. Martin Luther sah in der Musik eine dem Wort ebenbürtige Form, die frohe Botschaft zu verkündigen. Er traute ihr zu, das Böse auszutreiben und das Gute zu fördern.

Nach der Sendung gibt es bis 14.00 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot der evangelischen Kirche unter der Telefonnummer 01803 67 83 76 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Max.42 Cent aus Mobilfunknetzen)

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