Typisch Mensch - Barfuß vor Gott

aus der Augustinerkirche Erfurt

Vor 65 Jahren, am 27.Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Dieser Tag gilt seit 1996 als Gedenktag an den Holocaust, die massenhafte Vernichtung der europäischen Juden.

Kirchbau
Kirchbau

Zum Fernsehgottesdienst, der im Vorfeld des diesjährigen Gedenktages aus der Augustinerkirche in Erfurt übertragen wird, steht ein siebenarmiger Leuchter im Chorraum der Kirche. Seine brennenden Kerzen stehen für das Wunder, dass das Volk Israel lebt - aller Anfeindung und Verfolgung zum Trotz.

Luthers Ort

Dabei ist es kein Zufall, dass dieser Gottesdienst von jenem Ort übertragen wird, an dem Martin Luther einst als Mönch lebte. Das Augustinerkloster war für ihn der Ort des Ringens mit seinen Fragen nach einem gnädigen Gott. Wo ist Gott, wenn sich das Leben verfinstert? Wo ist Gott, wenn seine Gnade angesichts von Unrecht und Leid tief verborgen bleibt?

Diesen Fragen stellt sich der Fernsehgottesdienst. Pröpstin Elfriede Begrich und Schwester Katharina Schridde sind seit Jahren im christlich-jüdischen Dialog engagiert. Sie sind dankbar, dass es auch in Erfurt heute wieder ein reges jüdisches Leben und einen engagierten Austausch mit der jüdischen Gemeinde gibt.

Neue Spiritualität

Schwester Katharina ist die Leiterin der Communität Casteller Ring, deren Schwestern sich heute darum bemühen, das Augustinerkloster und seine Kirche wieder zu einem Ort spirituellen Lebens zu machen.

Für die musikalische Gestaltung sorgt der Augustiner Vokalkreis unter der Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Dietrich Ehrenwerth und Organist Professor Matthias Dreißig.

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