Wer glaubt ist nie allein

Gottesdienst aus Michaelbeuern/Österreich

Zum wiederholten Male ist die Benediktinerabtei im Salzburger Land Gastgeber für die Ausstrahlung des Gottesdienstes. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sind eingeladen, den "Christkönigs-Sonntag", also den letzten Sonntag des Kirchenjahres mitzufeiern.

Der Turm von Michaelbeuern/Österreich
Eingangsturm zum Klostergelände

Wer ist ein König? Worin besteht seine Macht? Provokant stellen sich diese Fragen im Evangelium: Wenn Jesus König ist, soll er doch vom Kreuz heruntersteigen, seine Macht zeigen. Einer der beiden Männer, die neben Jesus gekreuzigt sind, deutet die dramatische Situation richtig: "Jesus", sagt er, "denk an mich, wenn du in dein Reich kommst" - wer glaubt, ist nie allein. Christus, der König, ist gerade in den schwierigsten Situationen da, bringt Versöhnung, Freiheit, Frieden. So erklärt Abt Johannes Perkmann im Familiengottesdienst am Christkönigs-Sonntag das Wirken, die Autorität, die Macht des Königs Christus.
In der Gestaltung des Gottesdienstes spielen die Schülerinnen und Schüler der Privatschule Michaelbeuern eine wichtige Rolle. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom  Kinderchor der Pfarrei Dorfbeuern und dem Jugendchor der Stiftskirche Michaelbeuern unter der Leitung von Christian Giglmayr und dem Schülerchor und Instrumentalensemble der Privatschule Michaelbeuern unter der Leitung von Anita Kreil.

Zur Geschichte Michaelbeuerns

Hochaltar: Benediktinerabtei Michaelbeuern/Österreich
Hochaltar

Schon im Frühmittelalter, um das Jahr 736, existierte am Kreuzungspunkt alter Verkehrswege eine Mönchszelle, die 817 im Aachener Klosterverzeichnis als "Buria" bezeichnet wird. Nach der Unterbrechung des klösterlichen Lebens und Wirkens durch die Ungarnkriege begann 977 mit der Güterschenkung durch Kaiser Otto II. der Wiederaufbau. Unter Pfalzgraf Hartwig I. kam es zur Neustiftung der Abtei, deren Erneuerung im hohen Mittelalter die bedeutendsten Familien des Salzach-Inn-Landes betrieben. Nach der Neuweihe der romanischen Pfeilerbasilika am 18. Juli 1072 durch den Patriarchen Sighard von Aquilea und Erzbischof Gebhard von Salzburg existierte Michaelbeuern als adeliges Doppelkloster.

Exerzitien- und Bildungshaus

Die reromanisierte Gestaltung der Abteikirche datiert in die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, als nach der Unterbrechung in der NS-Zeit das Klosterleben in Michaelbeuern wieder neu begann.

Heute betreiben die Benediktiner-Mönche in Michaelbeuern eine Schule und ein Internat. Ein Exerzitien- und Bildungshaus will Menschen, die Stille, Besinnung und religiöse Vertiefung suchen, in Exerzitien, Einkehrtagen, Kloster auf Zeit und in Weiterbildung von pfarrlichen Mitarbeitern benediktinische Spiritualität vermitteln.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet