Menschen - das Abenteuer

Außergewöhnliche Bergtour in den Alpen

Noch immer ist das Vorurteil weit verbreitet, dass Menschen mit Behinderungen weniger leisten können als andere. Wie sollte etwa ein Rollstuhlfahrer einen Berg besteigen? Wie ein Blinder einen Gletscher überqueren?

Die Teilnehmer von Menschen - das Abenteuer
Die Teilnehmer von Menschen - das Abenteuer Quelle: ZDF/ Elisabeth zu Eulenburg

Sich den Herausforderungen stellen


Unmöglich? "Menschen - das Abenteuer" zeigt, dass das geht. Zeigt, was Menschen imstande sind zu leisten. Zeigt, wie sie ihre Defizite gegenseitig ausgleichen können und wie sie gemeinsam, als Team, über sich hinauswachsen. "Menschen - das Abenteuer" ist eine fünfteilige Sommerreihe à zehn Minuten.
Insgesamt fünf Männer und Frauen mit ganz verschiedenen Behinderungen nehmen an einer Abenteuerreise in die österreichischen Alpen teil. Ein Teilnehmer ist kleinwüchsig, ein anderer querschnittsgelähmt, der Dritte gehörlos. Ein weiteres Teammitglied ist blind und eine andere Teilnehmerin hat eine sogenannte Kniexartikulation und trägt ein mechanisches Kniegelenk. Die Tour wird zusätzlich von einem professionellen Bergführer und einer Physiotherapeutin begleitet, die verantwortungsbewusst auf die besonderen Fähigkeiten der Protagonisten eingehen.

Fünf zum Teil sehr anspruchsvolle Tagestouren liegen vor ihnen. Es geht nicht darum, Menschen in Extremsituationen vorzuführen. Doch in jeder Sekunde wird spürbar, um welch große, ja existentielle Herausforderung es sich handelt, mit welchem Einsatz und mit welchem Willen sich die Protagonisten diesen Herausforderungen stellen und wie jeder dabei auf den anderen angewiesen ist.

Die Teilnehmer


Peter Gatzweiler, geboren 1979 in Düren, ist kleinwüchsig. 1997 bis 2000 absolvierte er eine Ausbildung zum IT Informatikkaufmann bei der Deutschen Welle in Köln und arbeitet heute als IT System Engineer in der Diakonie Michaelshoven e.V. in Köln. Peter Gatzweiler spielt gerne Badminton, geht joggen, liebt Kinobesuche und grillt zu jeder Jahreszeit. Seine Schwäche: "Ich kann mal schnell launisch werden, das legt sich aber auch schnell wieder." Sein Lebensmotto: "Du bist stärker, als du denkst - du schaffst mehr, als du glaubst!"


Michaela Bienert, geboren 1974 in Remscheid-Lennep, trägt seit ihrem Motorradunfall vor sieben Jahren eine Beinprothese. Bis zu ihrem Unfall war die gelernte Einzelhandelskauffrau in einer Modeagentur in Düsseldorf tätig. Danach wurde sie Probandin in der Prothesenindustrie und testet Kniegelenke, Füße und Passteile. Zu ihren Hobbies zählen Raften, Schwimmen, Badmintonspielen und Fahrradfahren. Zu ihren Schwächen zählt sie ihren Körper und dass sie manchmal zu gutmütig sei. Ihr Lebensmotto: "Lebe deine Träume und verträume nicht dein Leben!"


Reini Sampl, geboren 1972, ist seit einem Skitrainingsunfall vor 15 Jahren querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Der ehemalige Skilehrer hat heute ein eigenes Unternehmen für Rollstuhl-Moden, Accessoires und alles was Rollstuhlfahrer sonst noch benötigen. Zu seinen Hobbies zählen Segelfliegen, Quad- und Wasserskifahren sowie Fallschirmspringen. Als größte Schwäche bezeichnet er seinen Dickkopf. Das Lebensmotto des 39-Jährigen: "Warte nicht auf den perfekten Moment, nimm dir einen und mach ihn dazu!"


Christiane Möller, geboren 1981 in Jena, ist von Geburt an blind. Während ihres Jura-Studiums nahm sie an einem einjährigen Austauschprogramm mit der University of Adelaide, Australien, teil. 2009 legte sie ihr Zweites Juristisches Staatsexamen ab und arbeitet seitdem als Rechtsassessorin. Sie ist gerne in der Natur unterwegs, wandert und paddelt. Elf Jahre spielte sie in der Damen Nationalmannschaft Goalball und nahm unter anderem an den Paralympics in Athen und Peking teil. Seit kurzem fährt sie mit großer Begeisterung Drachenboot. Manchmal hält sie sich für zu ungeduldig und akribisch im Beruf. Ihr Lebensmotto: "Jeden Tag wirklich leben und nichts für später aufheben!"


Benjamin Simon Busch, geboren 1983 in München, ist von Geburt an gehörlos. Er studiert Betriebswirtschaft in der bayerischen Landeshauptstadt. Zu seinen Hobbies zählen Laufen, auch Marathon, und Bergsport wie beispielsweise Klettern. Er besucht gerne Kunstausstellungen. Als Schwäche bezeichnet er seinen Aktionismus: "Immer weiter, immer weiter". Darüber hinaus hält er sich für chaotisch. Sein Lebensmotto: "Wenn du dein Schicksal nicht ändern kannst, ändere deine Einstellung!"

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