Eva Maria Hobiger hilft irakischen Kindern

ML - Frau des Jahres 2003

Eva-Maria Hobiger, Ärztin, Röntgenologin und Begründerin der Hilfsorganisation "Aladins Wunderlampe" aus Wien reist seit vielen Jahren in den Irak, um krebskranken und missgebildeten Kindern zu helfen. ML hatte darüber berichtet. Für ihr Engagement zeichnete sie die Redaktion jetzt als "ML-Frau des Jahres" aus.

Den Preis erhielt Eva-Maria Hobiger aus der Hand von ML-Redaktionsleiterin Barbara Dickmann in ihrer Heimatstadt Wien. Mit dabei waren auch kleine Patienten aus dem Irak, die in Österreich medizinisch behandelt werden. Das ist nur möglich durch das Engagement von Eva-Maria Hobiger.

Unermüdliches Spendensammeln

Ungeachtet der unsicheren Verhältnisse im Irak fuhr Eva-Maria Hobiger immer wieder nach Basra in den Südirak, um das dortige "Mother and Child Hospital" zu unterstützen. In ihrem Gepäck immer dabei: medizinisches Gerät und lebenswichtige Medikamente, die sie unermüdlich in ihrem Heimatland Österreich sammelt und seit vielen Jahren trotz Wirtschaftsembargo in den Irak einführt.

Viele Wochen jährlich arbeitet die Röntgenologin in der Mutter-Kind-Klinik in Basra, rettet vielen Kindern das Leben. Die erschreckend hohe Anzahl von Krebserkrankungen und Missbildungen in der Millionenstadt geht nach Vermutung vieler Ärzte vor allem auf den Einsatz von Uranmunition zurück. Als der Krieg gegen den Irak 2003 ausbrach und sie buchstäblich mit dem letzten Flugzeug zurück nach Wien flog, wusste Eva-Maria Hobiger, dass viele ihrer kleinen Patienten, die sie zurücklassen musste, dem Tod geweiht waren. Denn sie konnten nicht mehr medizinisch versorgt werden.

Weitere Hilfe für den Irak

Beherzt und unbeirrt reiste sie im November 2003 wieder in den umkämpften Irak, nach Bagdad und Basra, um ihre Mission weiter zu führen. Sie kehrte mit vier kranken irakischen Kindern zurück, die in Österreich eine optimale medizinische Behandlung erfahren sollen.

Die Redaktion Mona Lisa ehrt Eva-Maria Hobiger für ihr mutiges und beharrliches Engagement im Krisengebiet Irak, für ihre aufopferungsvolle Arbeit, die den Menschen in dieser von Embargo und Krieg geschädigten Region ein wenig Hoffnung gibt.

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