Frauen in Bosnien: 25 Jahre danach

Gesellschaft | ML mona lisa - Frauen in Bosnien: 25 Jahre danach

Vor 25 Jahren berichtete ML über die Massenvergewaltigungen im ehemaligen Jugoslawien als Waffe im Krieg. Wie leben die Menschen heute in Bosnien mit dieser Geschichte? Wie gefährdet ist der Frieden und wie ist das Zusammenleben heute?

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 01.07.2018, 18:00

Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien war ein blutiger Krieg, zwischen Brüdern und Schwestern, der  Opfer auf beiden Seiten hinterließ. Aida Daidzic lebt in Bosnien und sagt: „Es gibt keine Bosnier, die nicht in der unmittelbaren oder weiteren Familie ein Opfer haben.“ Gemeinsam mit Aida Diadzic hat ML mona lisa 1992 die Massenvergewaltigungen, die als Kriegswaffe  eingesetzt worden waren, aufgedeckt. Seit dem Ende des Krieges setzt sich Aida Daiczic für die traumatisierten Frauen, die in Flucht und Armut getrieben wurden, ein, dafür gründete sie den Verein "Biser". Biser ist ein bosnisches Wort und bedeutet "Träne" oder "Perle".

Biser ist Hilfe zur Selbsthilfe

Ziel von Biser ist es, die Frauen zu unterstützen, damit sie eine menschenwürdige Zukunft für sich und ihre Kinder aufbauen können, vor allem durch Bildung und Betreuung. Die Kurse von Biser dienen dazu, den Frauen Fertigkeiten zu vermitteln, die ihnen eine eigene Einnahmequelle ermöglichen. Aber es gibt auch ganz persönliche, soziale und medizinische Hilfe. Diese bieten Frauen, die den gleichen sozialen und kulturellen Hintergrund und die schrecklichen Erlebnisse vor Ort selbst erlebt haben. Am meisten sind die Handarbeitskurse gefragt. Sie bilden den Einstieg in die weitere Bildung. Über die Mütter werden auch die Töchter erreicht. Es werden auch Alphabetisierungs-, Sprach-, Computer- und Buchhaltungskurse sowie Sekretärinnenausbildung angeboten. Bereits über 20.000 Frauen wurde bisher gehoflen.

Es gibt Biser-Vereine in Sarajevo, Travnik und Tuzla in Bosnien. Dazu in Island und Deutschland. Der Biser-Verein in Wiesbaden wurde im Januar 1995 gegründet. Eine der Aufgaben des Vereins ist es, Fördermittel von der Europäischen Union, der Bundesregierung und anderer europäischer Länder sowie von Privatleuten zu beschaffen, um so den Frauen und Familien in Bosnien zu helfen. Auch das Auswärtige Amt unterstützt die Arbeit von Biser.

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