Sibylle Bassler

Redaktionsleiterin von "ML mona lisa"

Sibylle Bassler kam 1988 als Autorin, Moderatorin und Filmemacherin zum ZDF. Sie ist von Anfang an bei “ML Mona Lisa“ dabei und hat bereits als stellvertretende Redaktionsleiterin das Magazin mitgestaltet. Seit Juli 2008 ist sie Leiterin der Redaktion.

Sibylle Bassler
Sibylle Bassler Quelle: ZDF / Lars Opitz

“Kopf trifft Gefühl“, das charakterisiert die leidenschaftliche Journalistin Sibylle Bassler wohl am besten. Mit gesellschaftlichen Themen, brisanten wie relevanten, setzt sie sich am liebsten auseinander, immer kritisch und dabei auch emotional. Die Schwerpunkte ihrer journalistischen Arbeit bilden immer wieder Themen wie Gewalt gegen Kinder, Missbrauch in Familien und staatlichen Einrichtungen, die Ursachen von Kriminalität in der Gesellschaft, die Situation von älteren Menschen, der Umgang mit der NS-Zeit.

Aber auch Porträts von Personen der Zeitgeschichte wie Königin Silvia von Schweden, Auma Obama, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, Eva-Luise Köhler, Elisabeth Hartnagel, die Schwester der Geschwister Scholl, von Politkern wie Egon Bahr, Wolfgang Bosbach, Gerhard Schröder, Joschka Fischer, von Musikern wie Rolando Villazon, Jon Bon Jovi, Cecilia Bartoli, André Rieu, Lang Lang, oder von Schauspielern wie Mario Adorf u. v. a. gehören zu ihren Vorlieben.

Besondere Arbeiten

Weltweit große Beachtung fand ihr Film "Vergewaltigt und vertrieben" über die Massenvergewaltigungen im ehemaligen Jugoslawien, für den sie und die Redaktion zahlreiche Preise erhielten.

Ihre Berichterstattung über "Die verschwundenen Babys von Charkow" in der Ukraine führte dazu, dass das Europäische Parlament und der Europarat eine Untersuchungskommission einrichteten und von der ukrainischen Regierung eine Aufklärung der Vorfälle forderten.

Mehrere Dokumentationen über Kriminalfälle für das ZDF in der Reihe "Der Fall..." wie "Der Todesengel von Sonthofen" über einen Krankenpfleger, der rund 30 Patienten tötete, "Mord im Truck" über einen Familienvater, der Frauen an der Autobahn ermordete oder "Jagd nach dem Phantom" über neun Morde an Türken und Griechen in Deutschland.

Co-Autorin der Dokumentationen "Denn sie wussten, was sie tun..." über den Kindesmissbrauch in katholischen Einrichtungen.

Außerdem realisierte Sibylle Bassler die vielbeachteten Dokumentationen “Die letzten Zeuginnen“ (2015) zum 70. Jahrestag der Befreiung Auschwitz und “ZDF Zoom: Gurlitt und der Jahrhundertschatz“ (2014) zum Thema Kunstraub.

"Handlanger der Nazis" - Die Geschichte des John Demjanjuk" und die Dokumentation "In den Fängen der Fürsorge" über das Schicksal von Heimkindern in den 60er Jahren in der Bundesrepublik.

Sibylle Bassler ist an der Uni Tübingen, Lehrstuhl für Medienkompetenz, und ab Frühjahr 2016 auch an der Deutschen Journalistenschule in München als Lehrbeauftragte tätig.

Auszeichnungen

Neben vielen anderen Preisen erhielt sie im Mai 2004 den Freundschaftsorden des Ritterordens "Der Greif" für ihr "mutiges und couragiertes" Engagement und ihre hervorragende journalistische Arbeit.

Im Juni 2011 erhielt sie den Medienpreis der Stiftung "Bündnis für Kinder gegen Gewalt" für ihre "eindringliche Berichterstattung über Kindesmissbrauch."

Im September 2012 erhielt Sibylle Bassler in Sarajevo den Preis “Gerechte unter den Frauen“ von BISER international für ihre nachhaltige Berichterstattung aus Bosnien bei ML mona lisa in den vergangenen 20 Jahren.

Seit Januar 2015 ist Sibylle Bassler im Vorstand der Stiftung “Sauti Kuu“ von Auma Obama, die sich für die Rechte benachteiligter Kinder und Jugendlicher weltweit engagiert.

Bücher

Als Autorin veröffentlichte sie "Die weiße Rose - Zeitzeugen erinnern sich" sowie als Co-Autorin einige weitere Buchprojekte über die Situation der Heimkinder in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg, über rätselhafte Leukämie-Fälle in der Elbmarsch und verfasste ein Vorwort für Eva Schloss.

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