Der Sturz in die Tiefe

Gesellschaft | ML mona lisa - Der Sturz in die Tiefe

Es lief perfekt für Gela Allmann, bis ein Unfall sie 800 Meter in die Tiefe riss. “Ich lebe noch, also kann ich es schaffen“, dachte sie schwerverletzt – und: das tatsächlich Unmögliche gelang.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.03.2017, 00:00

Gela Allmann ist erfolgreiche Bergsportlerin und Model, als sie bei einem Foto-Shooting auf Island abstürzt. 800 Meter rutscht sie mit hoher Geschwindigkeit über Eis und Geröll, überschlägt sich mehrfach und bleibt lebensgefährlich verletzt mit schwersten Trümmerbrüchen liegen. Gela droht innerlich zu verbluten. Es dauert Stunden bis sie notoperiert wird. Doch Gela überlebt und nimmt ihr Schicksal in die Hand. Mit großem Optimismus und starkem Willen kämpft sie sich zurück ins Leben. Der Unfall, sagt sie, habe sie Demut gelehrt - und Dankbarkeit. Das hätte ihr ganzes Leben verändert.

Nach über zwei Jahren ist Gela Allmann immer noch in der Rehabilitation und hat mehrere Operationen vor sich. In ihrem rechten Knie sind keine Bänder mehr und doch treibt sie längst schon wieder Bergsport. So getrieben wie vor ihrem Absturz ist sie nicht mehr. „Das Ziel liegt vielleicht manchmal auf halber Strecke, dass man mal stehen bleibt und zurück schaut und sich freut und nicht immer weiter nach oben giert“, erzählt sie. Heute lebt sie zufriedener, auch wenn sie nicht mehr so viel leisten kann wie vor dem Unfall.

Um das Trauma des Absturzes und seine Folgen zu bewältigen, hat Gela Allmann ein Buch geschrieben, in dem sie nicht nur beschreibt, was in den langen Minuten des Sturzes in ihr vorging, sondern auch wie sie mit den Rückschlägen auf ihrem Weg zurück ins Leben umging. Wie im Sport hat sie sich stets Etappenziele gesetzt, sich an den Fortschritten orientiert, um sich nicht von den Rückschritten demotivieren zu lassen. „Für mich war es wahnsinnig wichtig, einfach alles aufzuschreiben und das ganze Erlebte zu verarbeiten. Ich habe in der Reha gesehen, dass viele Leute nicht so den Rückhalt hatten und nicht so an sich geglaubt haben. Viele haben mich gefragt: Wie schaffst du es, so positiv zu bleiben, obwohl du schlimmere Verletzungen hast als ich? Ich fände es schön, wenn mein Buch Menschen hilft und unterstützt, ihren eigenen Weg zu gehen und sie dazu bringt, an sich selber zu glauben.“

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