Alles für die Alten

Kommen die Jungen zu kurz?

Rentner im Urlaub schauen auf die Ostsee

Gesellschaft | Peter Hahne - Alles für die Alten

Peter Hahne stellt das Thema der kommenden Sendung vor.

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Man kann sich doch darüber freuen, dass es den Senioren gut geht und sie richtig zufrieden sind - viele von ihnen jedenfalls. Das behauptet eine Altersstudie der Bundesregierung, die soeben veröffentlich worden ist. Ältere Menschen bleiben immer länger gesund, bekommen genug Rente und beteiligen sich aktiv und oft ehrenamtlich an der Gesellschaft. Was des Alten Freud ist des Jungen Leid. Viele junge Menschen befürchten, die Zeche für den Wohlstand der Alten zahlen zu müssen, wenn sie selbst in ein fortgeschrittenes Alter kommen. Allein die staatlich Rente wird ihnen kein finanziell sorgenfreies Leben ermöglichten können. Kommen also die Jungen zu kurz? Peter Hahne diskutiert das Thema mit den folgenden Gästen:  dem Politikwissenschaftler Dr. Wolfgang Gründinger und Dr. Helmut Freund, Mitglied im Vorstand der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen.

Dr. Helmut Freund
Dr. Helmut Freund Quelle: Landesseniorenvertretung NRW e.V.

Dr. Helmut Freund, 1938 geboren, war Rechtsanwalt am Oberlandesgericht in Düsseldorf. Seit 2009 ist er Mitglied im Seniorenrat der Stadt Ratingen und seit 2010 Mitglied im Vorstand der Landesseniorenvertretung in Nordrhein-Westfalen. Ab Oktober 2014 ist Freund Beisitzer im Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesseniorenvertretungen e.V. und Mitglied der Fachkommission Seniorenpolitik bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. (BAGSO)· Seit März 2015 ist er stellvertretender Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesseniorenvertretungen e.V. (BAG-LSV).

Wolfgang Gründinger
Dr. Wolfgang Gründinger Quelle: David Ausserhofer

Neben seiner Unterstützung in den verschiedenen Vorständen betreibt Freund seine anwaltliche Tätigkeit weiter und hat sich auf Seniorenrecht spezialisiert. Er glaubt nicht, dass die aktuelle Politik für die älteren Generationen gemacht wird: "Alle Parteien wollen naturgemäß von dem Wählerpotenzial aufgrund des demographischen Wandels profitieren."


Dr. Wolfgang Gründinger wurde 1984 in Berlin geboren. Er studierte Politik- und Sozialwissenschaften in Regensburg (Bachelor), Berlin und Santa Cruz (Kalifornien, USA) und absolvierte die Internet Leadership Academy der Oxford University. In seiner Doktorarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin befasste er sich mit Lobbyismus in der Energiepolitik. Gründinger ist Sprecher der Stiftung Generationengerechtigkeit, Mitglied im Landesrat für digitale Entwicklung und Kultur Rheinland-Pfalz sowie assoziiertes Mitglied im Think Tank 30 des Club of Rome.

Gründigers frühes politisches Engagement für die Rechte und Interessen der heutigen Jugend und der künftigen Generationen brachte ihm laut Ernst Ulrich von Weizsäcker den Ruf als "Anwalt der Jugend“ ein. Später beschrieb ihn Gesine Schwan: "Wolfgang Gründinger tritt als Anwalt der Jungen auf. Es macht Freude, seinem Plädoyer zu folgen, nicht zuletzt weil er in seiner klaren Sprache und seinem authentischen überzeugenden Anliegen für alle verständlich schreibt – für Junge und Alte.“

In einem Offenen Brief an Angela Merkel schrieb Gründiger schon 2009: "...Ich bin 24 Jahre alt und gehöre damit zu einer Generation, die Sie in Ihrer Politik zu oft übersehen. Zwar betonen Sie immer wieder, wie wichtig Ihnen Nachhaltigkeit sei – nur leider merken wir davon wenig. Nachhaltigkeit bedeutet, dass jede Generation genauso gute Chancen haben soll wie die vorherige. So, wie es derzeit aussieht, hinterlassen Sie uns aber ein schweres Erbe...."

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