Behindert und mitten im Leben

Menschen, die Mut machen

Es ist immer wieder beeindruckend, was Menschen mit Behinderungen aus ihrem Leben machen. Manchmal könnte man denken, es seien Außenseiter, was sie leider auch immer wieder zu spüren bekommen, wenn sie sich zum Beispiel auf eine Arbeitsstelle bewerben. Doch die Akzeptanz behinderter Menschen wächst. Das Thema "Inklusion" wird in vielen Bereichen wie in Schulen oder auch bei Arbeitgebern vermehrt ernst genommen, umgesetzt und gelebt. Dass besonders auch Menschen mit einer Behinderung Mut machen können, zeigt Peter Hahne im Gespräch mit seinen Gästen Petra Strack und Mathias Mester.

Ob körperliche oder geistige Behinderung, jeder Mensch ist zu seinen persönlichen Höchstleistungen fähig. Die einen schaffen es auf sportlicher Ebene, andere über ihr Engagement und ihre besondere Qualifikation an ihrem Arbeitsplatz oder in anderen Bereichen. Für sie alle gilt: Menschen, die mit einer Einschränkung in den Möglichkeiten leben müssen, die für Menschen ohne Behinderung selbstverständlich sind, und sich trotzdem dem Leben stellen und erfolgreich sind, machen Mut. Sie zeigen, dass sich niemand mit seinem Schicksal abfinden muss und das man das Beste aus seiner Situation machen und sogar darüber hinauswachsen kann.

Peter Hahne hat zwei Gäste im Studio, die beeindruckend über ihr Leben berichten und über ihren Umgang mit einer Behinderung erzählen können.

Petra Strack
Petra Strack




Petra Strack, 1980 geboren, hat eine spinale Muskelatrophie und ist an einen Rollstuhl gebunden. Die Erkrankung ist ein Gendefekt, der die Muskelkraft mit zunehmenden Alter ausschaltet. Als sie ein Teenager war, konnte sie noch reiten - heute kann sie kaum noch eine Tasse selbst heben, ist bei fast allem was sie tut auf Hilfe angewiesen.

Mathias Mester
Mathias Mester Quelle: imago

Doch Petra Strack ließ sich von ihrer Erkrankung nicht entmutigen. Sie studierte Wirtschaftspsychologie und arbeitet jetzt als Personalleiterin der "Aktion Mensch". In einem Interview mit der BILD sagte sie: „Ich wollte nie einen Behindertenbonus. Ich wollte überzeugen – unabhängig von meiner Krankheit.“






Mathias Mester, 1986 geboren, ist 1,42 Meter groß und ein begnadeter Hochleistungssportler. Nachdem er zunächst Fußball spielte, wechselte er zur Leichtathletik und hat dort als Junior in seiner Klasse schon den Weltmeistertitel im Speerwurf errungen. Doch damit nicht genug: Auch in den Disziplinen Kugelstoßen und Diskuswerfen war mit unter den Besten. 2007 war er Weltmeister in gleich drei Disziplinen. Mittlerweile trainiert Mester täglich Stunden für seinen Sport und hat sich auf das Speerwerfen konzentriert - bei den olympischen Paralympics in Rio de Janeiro 2016 möchte er die Goldmedaille gewinnen.

Mathias Mester wirft so schnell nichts aus der Bahn, wie er selber von sich sagt. Heute ist er einer der wichtigsten Botschafter für den Behindertensport. Das Land Nordrhein-Westphalen ernannte Mester 2008 offiziell zur „Sportpersönlichkeit im Behindertensport“ ernannt.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet