Deutsche Kinder im Dschihad

Wie Islamisten Jugendliche ködern

Sie wuchsen auf in einer durchschnittlichen deutschen Familie. Sie waren nicht sonderlich religiös, engagiert in Vereinen, begannen zu studieren. Plötzlich brachen die beiden Brüder das Studium ab, wurden Moslems. Eines Tages waren sie verschwunden, unterwegs nach Syrien, um sich als Dschihadisten dem IS anzuschließen. Zurück blieben verzweifelte Eltern, die nichts geahnt hatten. Der Vater fragt sich heute, wie es soweit kommen konnte. Was waren die ersten Anzeichen? Was hat er übersehen? Was hätte er tun können? Etwa 650 Jugendliche sind bislang aus Deutschland ausgereist, um sich islamistischen Terrorgruppen anzuschließen. Experten schätzen die Dunkelziffer auf 800 bis 1000 junge Menschen.

Erstmals stellt sich der Vater, dessen beide jungen Söhne von deutschen Salafisten als IS-Kämpfer in den syrischen Dschihad abgeworben wurden, der TV-Öffentlichkeit. Mit Peter Hahne spricht er über seinen Verlust, den er bis heute nicht verwunden hat. Verzweifelt versucht er noch immer, Kontakt mit seinen Söhnen aufzunehmen, sie dazu zu bewegen, zurückzukommen.

Die Dunkelziffer ist hoch

Viele Eltern in dieser Situation schweigen aus Scham, erfinden Lügen, um die wahren Gründe für das Verschwinden der Kinder vor Freunden, Verwandten und Bekannten zu verbergen. Dieser Vater spricht, um andere Eltern zu warnen. Seinen Namen wird er aus Sicherheitsgründen nicht nennen.

Mit bei Peter Hahne zu Gast ist der Islamwissenschaftler Thorsten Gerald Schneiders.

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