Alle Jahre wieder

Bauchen wir den Muttertag?

Muttertag ist wie Halloween - beides sind "importierte" Traditionen. Aber das war es auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Während bei Halloween vor allem die Kinder auf ihre Kosten kommen und der Brauch einen religiösen Ursprung hat, liegen die Wurzeln des Muttertags eher in der politischen Frauenbewegung in den USA. Aber wer weiß das schon noch? Ist der Muttertag heutzutage nicht zu einer einzigen Marketingkampagne für Blumenhändler und Süßwarenhersteller geworden? Bringt ein solcher Gedenktag noch etwas für die Mütter? Fühlen sie sich tatsächlich geehrt oder besser verstanden? Darüber spricht Peter Hahne mit seinen Gästen, dem Schauspieler und TV-Kommissar Hinnerk Schönemann und seiner Mutter Ditte.

Schon früh kamen am Muttertag Blumen ins Spiel. In den USA ließ Methodistin Anna Marie Jarvis zum Gedenken an ihre verrstorbene Mutter in der Kirche  500 weiße Nelken austeilen. Sie war diejenige, die für einen Gedanktag an die Mütter kämpfte und ihn zu einem offiziellen nationalen Feiertag erklären lassen wollte. Der zweite Sonntag im Mai jeden Jahres sollte es sein. Und ihr Engagement war erfolgreich. Der erste offizielle Muttertag wurde in den USA 1914 gefeiert.

Und wie kam dieser Brauch nun nach Deutschland? Auch mit ehernen Absichten und emotionalem Druck? Eher nicht. Der Verband der Blumengeschäftsinhaber sah in den 1920er Jahren seine Chance in der blumenreichen Ehrung der Mütter. Und was damals mit Plakaten und kleinen Werbekampagnen begann, hat sich bis zum heutigen Tag zu einem riesigen Geschäft entwickelt, das für den Blumenhandel, aber auch zunehmend für andere Geschäftszweige, eine erhebliche, kalkulatorische Größe des Jahresumsatzes ausmacht. Immer im Gedenken an die Mütter natürlich.

    Finn Zehender (Hinnerk Schönemann)

    Hinnerk Schönemann wurde 1974 geboren. Er absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule der Künste in Berlin. Danach war er von 2001 bis 2003 am Thalia-Theater in Hamburg engagiert.

    Eindrucksvolle TV-Auftritte

    Sein Fernsehdebüt gab er 1999 in der "Die Kommissarin"-Episode "Falsche Opfer" neben Hannelore Elsner. 2001 folgte sein Kinodebüt in "Mein Bruder der Vampir" (2001) von Sven Taddicken. Seitdem hat Hinnerk Schönemann in einer Vielzahl deutscher TV- und Kinoproduktionen mitgewirkt. Von 2007 bis 2008 war der Schauspieler Protagonist der Serie "Dr. Psycho", die 2008 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert wurde. Seit 2008 spielt Hinnerk Schönemann in der ZDF-Reihe um die Kölner Kommissarin Marie Brand (gespielt von Mariele Millowitsch) den Kommissar Simmel. Ende 2009 war er in Sven Taddickens Kinofilm "12 Meter ohne Kopf" im Kino zu sehen. Für seine Hauptrolle im ZDF-Krimi "Mörder auf Amrum" (2010) wurde Hinnerk Schönemann mehrfach ausgezeichnet Privat lebt er bescheiden und mag kein großes Aufsehen um seine Person. Das gelingt ihm jedoch nicht immer: "Ich lebe in einem kleinen Dorf auf dem Land, in dem man mich zwar freundlich behandelt, aber irgendwie bleibe ich dort immer der Exot, der Spinner, der Schauspieler, der in der Stadt - hauptsächlich in Berlin - arbeitet", erzählt der Schauspieler dem ZDF.

    Bildquelle: ZDF/GORDON Photographie

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