Daten-Nirwana

Hinschauen ist wichtig

Geht es Ihnen auch so wie mir, dass Ihnen mitunter doch noch ein wenig mulmig wird, wenn Sie darüber nachdenken, was mit Ihren Daten im Internet passiert?

Kreditkarte und Computertastatur
Kreditkarte und Computertastatur Quelle: imago

Wahrscheinlich denken Sie meist wenig darüber nach und nutzen die Annehmlichkeiten all der Apps und Webdienste nach dem Motto: Es ist schon immer gut gegangen, warum soll es nicht auch weiter gut gehen?

Was steht im "Kleingedruckten"?

Ehrlich gesagt kenne ich nur noch wenige Menschen, die ihren Überweisungsauftrag aus Angst vor Datenklau auf Papier zur Bank tragen. Und auch der Einsatz von Kreditkarten als Zahlungsmittel im Internet wird heute kaum noch in Frage gestellt. Auch wenn viele den Sinn von CVV2 nicht verstehen, weil sie sich sagen, die Nummer steht doch auch auf der (Rückseite der) Karte. Weil sie eben nicht mit auf dem Magnetstreifen codiert sind und dort nicht ausgelesen werden können, stellen diese Prüfziffern einen weiteren Mechanismus dar, den Karteneinsatz sicherer zu machen.

iPhone mit Twitter-App
iPhone mit Twitter-App Quelle: dapd

Etwas anderes sind die persönlichen Daten, die fast alle von uns täglich von sich preisgeben, wenn sie soziale Netzwerke nutzen. Wer hat sich schon mal die Mühe gemacht, die Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen detailliert durchzulesen? Nicht zu reden von den vielen Änderungen des "Kleingedruckten", die fast schon im Monatsrhythmus versandt werden?

Niemand weiß, wo die Daten landen

Noch schlimmer aber wird es, wenn ein Anbieter an einen anderen verkauft wird. In den letzten Tagen sind nicht wenige Nutzer des Fotodienstes Instagram durch den Verkauf an facebook aufgeschreckt worden. Haben Sie doch mit den Fotos und den Kommentaren dazu eine Menge von sich preisgegeben - an einen kleinen und vermeintlich vertrauenswürdigen Anbieter. Was wird jetzt aus meinen Daten? Werden sie mit anderen Daten aus meinem Profil bei facebook kombiniert, fragen sich viele besorgt.

Computerbildschirm - Screen mit Wolken
Cloud Computing Quelle: imago/McPHOTO

Bei den gerade zunehmend aktuellen Cloud-Diensten raten Verbraucherschützer genau hinzuschauen, wie zuverlässig der Anbieter ist. Neben der Frage, wie sicher die Daten vor Fremdzugriff sind, droht hier möglicherweise noch anderes Ungemach: Kann der Anbieter auch technische Stabilität gewährleisten? Denn dumm, wenn das System oder das Geschäftsmodell eines Start-Ups abstürzt. Dann sind die Daten nämlich möglicherweise ganz weg.

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