Datenfluss im Internet - wohin?

PS-Spieler sollten ihre Konten prüfen

Geht es Ihnen auch so wie mir, dass Sie sich manchmal fragen, was eigentlich mit den ganzen Daten passiert, die Sie Tag für Tag ins Internet schicken? "Wird schon gut gehen. Ich habe ja nichts zu verbergen." Das sind wahrscheinlich die beiden einzigen Gedanken, die den meisten durch den Kopf gehen.

Ist ja auch immer gut gegangen, wird auch weiter gut gehen. So ist das menschliche Denken nun mal angelegt. Und es ist ja auch lange gut gegangen. Aber jetzt scheint es gleich zweimal nicht mehr gut gegangen zu sein.

Was verheimlicht mir mein Handy?

Zum einen haben zwei junge Spezialisten gezeigt, was mit den Nutzerdaten aus dem iPhone möglich ist. Dabei entstand zwar zunächst dem einzelnen kein unmittelbarer Schaden, aber klar wurde, dass die Ortsdaten, die im Mobiltelefon gespeichert werden, in wirtschaftlicher Hinsicht Geld wert sind. Und dass damit auch Missbrauch getrieben werden könnte, wenn die Falschen an die Daten gelangen.
Schlimmer aber ist, was bei Sony passiert. Betroffen sind nach Angaben des Konzerns womöglich 24,6 Millionen Kunden des Onlinespiele-Netzwerks Sony Online Entertainment (SOE). Dabei hatte Sony schon vor einer Woche bekanntgeben müssen, dass Hacker das Online-Netzwerk der Spielkonsole Playstation und des Musik- und Filmdienstes Qriocity geknackt und sensible Daten gestohlen hätten. Die Zahl der Betroffenen gab Sony damals mit 77 Millionen Kunden an.

Im schlimmsten Fall erbeuteten die Kriminellen bei ihrem Angriff Angaben zu Namen, Adressen, E-Mail-Adressen, Geschlecht, Geburtsdaten, Telefonnummern, Logindaten und Passwörtern. Die veraltete Datenbank von 2007 enthielt zudem die Nummern und Gültigkeitsdaten von ungefähr 12.700 Kredit- oder Debitkarten von Kunden außerhalb der USA sowie etwa 10.700 Buchungsauszüge mit Bankkontennummern von Kunden in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Spanien. Das Unheimliche daran ist, dass sich die wenigsten bei der modernen Technik wirklich vorstellen können, was da eigentlich im Hintergrund alles mitprogrammiert ist, was da heimlich an Daten ausgetauscht wird. Und dass sie nun im möglichen Schadenfall auch weiter allein gelassen werden.

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