Erfindungen, die die Welt braucht

Ärgernisse in öffentlichen Bedürfnisanstalten

Geht es Ihnen auch so wie mir, dass Sie sich wundern, warum manche Dinge, die man tagtäglich benutzt und braucht, immer noch nicht zur Perfektion entwickelt wurden?

Handtuchspender im stillgelegten Bergwerk Hamm
Handtuchspender im stillgelegten Bergwerk Hamm Quelle: imago

Denken Sie zum Beispiel nur mal an die Lösung für Handtücher auf öffentlichen Toiletten. Ich meine jetzt nicht Luxus-Etablissements, in denen Ihnen vorgewärmte feuchte Tücher von Angestellten bis fast in die Kabine nachgetragen werden. Nein, es geht schlicht um das Bedürfnis, sich nicht nur ordentlich die Hände waschen, sondern sie anschließend auch trocknen zu können. Klar, wo viele Menschen eine solche Einrichtung täglich nutzen, wird auch viel verbraucht und das geht ins Geld. Deswegen erfreuen sich die Papiertücher auch nicht allzu großer Beliebtheit bei denen, die sie bereit halten müssen. Dazu kommt, dass die Spender für diese meist in versetzten Lagen gestapelten Tücher so schlecht konstruiert sind, dass man immer mehr herauszieht, als man eigentlich bräuchte.

Toiletten-Schild
Toiletten-Schild Quelle: imago

Oft wird dann ein Stapel neben das Waschbecken gepackt, mit dem unschönen Effekt, dass man zwar nicht weniger Papier verbraucht, dafür aber meist auch noch angenässte Tücher bekommt. Und auch die Spender, die mechanisch oder kontaktlos Einzelblätter ausspucken, sind nicht die perfekte Lösung. Denn meist braucht man doch mehr als das eine und dann - steht man da und wartet auf das nächste, das nächste...

Alles heiße Luft?

Also vielleicht dann doch lieber das Modell "heiße Luft"? Da liegt nix rum, da muss nichts nachgefüllt, nichts entsorgt werden. Für die Anbieter scheinbar ideal, aber auch da wird Strom verbraucht, kann mal was kaputtgehen. Und bis dann repariert wird, vergehen oft Tage oder Wochen, in denen dann von den Gästen meist Toilettenpapier zweckentfremdet wird. Auch das wahrlich kein schöner Anblick. Mal ganz abgesehen davon, dass man auch vor diesen Geräten die Wartezeit unerträglich lang werden kann.

Wie so oft, die beste Lösung ist die, wo sich Menschen wirklich kümmern. Da kommt es weniger drauf an, welches System eingesetzt wird. Das Rollhandtuch aus Stoff klemmt? Ein Riesenproblem, wenn niemand in der Nähe ist. Dann ist der Automat für die Folgenutzer unbrauchbar. Kümmert sich der Toilettenmann oder die Toilettenfrau ist der Stau oft sekundenschnell behoben. Aber das kostet. Doch wenn alles stimmt, bin ich auch gern bereit, mal einen halben Euro zu geben.

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