Glaube verpflichtet

Wohin mit den Flüchtlingen?

Muss man sich eigentlich Sorgen machen, was aus den Flüchtlingen einmal werden soll, die jetzt zu uns kommen? Die Flüchtlinge brauchen Wohungen, sie müssen die Sprache lernen, sie brauchen Arbeit. Doch das gestaltet sich bei den deutschen Behörden etwas schwierig, auch von Geldmangel ist da immer die Rede. Was macht die Politik? Wie will sie mit der Situation umgehen? Dazu befragt Peter Hahne Malu Dreyer, Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz, und Friedemann Hensgen, Vorstandsvorsitzender einer Stiftung und langjähriger leitender Angestellter in einem hessischen, international agierenden Unternehmen, das bereits Flüchtlinge ausbildet.

Kann es wahr sein, dass ehrenamtlich arbeitende Ärzte, beispielsweise in Berlin, die Versorgung der von der Politik eingeladenen Menschen aus eigener Tasche zahlen müssen? Wie uns eine Ärztin erzählt, wurde die Übernahme der Kosten für ein Impfserum durch das Gesundheitsamt mit der Begründung einer bestehenden Haushaltssperre abgelehnt. Was läuft da schief?

Malu Dreyer
Malu Dreyer Quelle: imago

Wir haben nach der Bundesratssitzng, die über den Umgang mit der Flüchtlingsfrage beraten hat, eine der handelnen Personen eingeladen: Malu Dreyer. Aus der Praxis kommt Friedemann Hensgen dazu. er kann über seine Erfahrungen mit der Integration von Flüchtlingen und den Unterstützungsmöglichkeiten berichten.


Malu Dreyer wurde 1961 in Neustadt an der Weinstraße geboren. Nach dem Abitur 1980 begann sie in Mainz Anglistik und Theologie zu studieren, wechselte dann aber zum Fachbereich Rechtswissenschaften. Nach ihrem zweiten Staatsexamen 1990 arbeitete Malu Dreyer zunächst weiter als Wissenschaftliche Assistentin im Fachbereich Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg Universität bis sie 1991 als Staatsanwältin nach Bad Kreuznach ging.
Von 1992 bis 1995 war Malu Dreyer als Mitarbeiterin des Wissenschaftlichen Dienstes des Rheinland-Pfälzischen Landtags in Mainz tätig. Dann zog es die Pfälzerin erneut nach Bad Kreuznach, wo sie 1995 zur Hauptamtlichen Bürgermeisterin der Stadt gewählt wurde.

Von 1997 bis 2002 war Malu Dreyer Dezernentin für Soziales, Jugend und Wohnen der Stadt Mainz. Der damalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, holte sie im Jahr 2002 in sein Kabinett als Ministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit. Das Ministerium wurde auch nach den Landtagswahlen in 2006 und 2011 von Malu Dreyer geführt. 2013 wurde Malu Dreyer einstimmig von den Regierungsfraktionen SPD und Grüne zur Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz gewählt.

Friedemann Hensgen
Friedemann Hensgen

Friedemann Hensgen wurde 1949 geboren und begann nach der Ausbildung zum Industriekaufmann und Industriefachwirt seine berufliche Karriere als Exportmanager bei der Buderus Sell GmbH in Herborn. Von 1982 bis 1988 war er Export-und Marketingleiter bei Weyel KG, Haiger, bevor er von 1988 - 1990 die Gesamtvertriebs -und Marketingleitung bei Buderus Sell GmbH übernahm. Seit 1991 ist er bei Rittal GmbH&Co.KG, Herborn zunächst als Hauptabteilungsleiter Marketing tätig.

Seit 2001 war er als Bereichsleiter und Prokurist für das Strategische Marketing und die Marktkommunikation der Firma Rittal verantwortlich. Friedemann Hensgen wechselte 1991 zu Rittal, wo er anfangs als Hauptabteilungsleiter, später als Bereichsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung das strategische Marketing und die Marktkommunikation ausbaute. Hensgen ist Vorsitzender des Vorstands der Rittal Foundation die soziale und kulturelle Einrichtungen an den Standorten von Rittal unterstützt.

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