Kopftuch und Kruzifix

Droht ein Kulturkampf?

Vielen Menschen wird erst mit der Zeit bewusst, wie weitreichend die Folgen des aktuellen "Kopftuchurteils" sind. Das Bundesverfassungsgericht hat vor einigen Wochen das Verbot des Tragens von Kopftüchern für Lehrerinnen aufgehoben. Viele Muslime haben das Urteil begrüßt, weil sie im Kopftuch ein Symbol ihrer Religion sehen. Andere halten das Urteil für einen Rückfall ins Mittelalter, denn das Kopftuch sei doch das Zeichen für die Unterdrückung der Frau. Peter Hahne diskutiert mit Öslem Nas und Matthias Matussek die Folgen des Urteils für die deutsche Gesellschaft und ihre Kultur.

Immer wieder wird die Frage gestellt, ob der Islam tatsächlich zu Deutschland gehöre. Es sollte diskutiert werden, so meinen einige, welchen Stellenwert das Christentum noch in Deutschland hat. Wird die christliche Religion nicht an allen Ecken und Enden aufgegeben, wenn zum Beispiel ein Kindergarten nicht mehr nach einem katholischen Heiligen benannt werden darf oder ein Weihnachtsmarkt in Sternschnuppenmarkt umbenannt wird, vielleicht nur, um Andersgläubigen nicht auf die Füße zu treten? Dieser Streit der Kulturen ist nach der Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff noch bundesweit präsenten und wird nach Urteilen wie dem des Bundesverfassungsgerichts zum Kopftuch bei Lehrerinnen wieder verstärkt geführt.

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