Dem Terror trotzen

Was ist jetzt zu tun?

Der Terror kommt immer näher, die Anschläge werden immer häufiger. Nach dem Absturz der russischen Passagiermaschine über der Sinaihalbinsel, wofür sich der IS verantwortlich erklärte, kam es in der vergangenen Woche zu Anschlägen in Paris und möglicherweise auch zu einem Anschlagversuch anlässlich des Fußball Landerspiels in Hannover. Die Stadt befindet sich nahezu im Ausnahmezustand, die Bürger von Hannover, wie auch die Einwohner von Paris, sind verunsichert - und sicher nicht nur in diesen europäischen Städten. Und trotzdem. Nach einer Schockphase steigt Trotz in der Gesellschaft auf, nationenübergreifend. Die Menschen wollen sich nicht terrorisieren lassen. Peter Hahne spricht mit dem Sicherheitsexperten Wolfgang Bosbach, CDU und Mitglied des Innenausschusses sowie Ahmad Mansour, Experte für von Islamisten radikalisierte Jugendliche.

Archiv: Wolfgang Bosbach am 02.09.2015
Wolfgang Bosbach Quelle: dpa

Wolfgang Bosbach wurde 1952 in Bergisch Gladbach geboren. Nach Mittlerer Reife und Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann holte er auf dem Zweiten Bildungsweg das Abitur nach und studierte Jura. Nach dem Staatsexamen erhielt er 1991 die Zulassung als Rechtsanwalt. Als 20-Jähriger wurde er Mitglied der CDU und engagierte sich zunächst in der Kommunalpolitik. Seit 1994 wurde er bei jeder Bundestagswahl direkt in das Parlament gewählt. Zwischen 2000 und 2009 war er Vorsitzender seiner Fraktion und daran anschließend Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses.

2010 gab Bosbach bei Markus Lanz bekannt, dass er an Prostata-Krebs erkrankt sei, der ein Jahr später erneut ausbrach. 2012 erreichten die Metastasen des Tumors weitere Organe und machten so die Krankheit unheilbar. Trotzdem gab er bekannt, dass er im September 2013 erneut für den Bundestag kandidieren werde.


Ahmad Mansour
Ahmad Mansour Quelle: imago

Ahmad Mansour wurde 1976 in einem kleinen arabischen Dorf in Israel geboren und lebt seit elf Jahren in Deutschland. In seiner Kindheit kam er mit dem Islam in Kontakt und sympatisierte mit dem fundamentalistischen Islamismus. Sein Psychologiestudium half ihm, sich von diesem Einfluss zu lösen. Nach einem Terroranschlag in seiner unmittelbaren Umgebung ging er 2004 nach Deutschland.

Mansour macht sich für eine innere Reform des Islam stark. Er meint, dass der Islam auch in seinen unauffälligen, scheinbar demokratiekonformen Erscheinungen einen Nährboden für die Radikalisierung von Jugendlichen bilde.

Ahmad Mansour beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit einer Reihe von Projekten und Initiativen gegen Radikalisierung, Unterdrückung im Namen der Ehre und Antisemitismus in der muslimischen Community, so etwa bei der Gesellschaft Demokratische Kultur, der Beratungsstelle Hayat, dem Heroes-Projekt sowie der European Foundation for Democracy.

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