Polizei am Limit

Kampf gegen Terror und Gewalt

Vermummte greifen Polizisten an

Gesellschaft | Peter Hahne - Polizei am Limit

Peter Hahne stellt das Thema der kommenden Sendung vor.

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Gewalt und Terror scheinen in Deutschland zuzunehmen. Linksautonome liefern sich in Berlin Straßenschlachten mit der Polizei. Erst vor 14 Tagen wurden 123 Polizeibeamte bei einem solchen Einsatz teilweise schwer verletzt. Ist die Polizei hilflos, machtlos? Ist die Polizei nicht richtig aufgestellt? Vertreter der Polizeibehörden machen die Politik für die Situation verantwortlich. Sie hätte die Entwicklung nicht richtig vorausgesehen; Stellen wurden abgebaut, die Modernisierung und Anpassung der Ausrüstung der Polizei vernachlässigt. Steht die Polizei von einer unlösbaren Aufgabe? Kann sie in ihrem aktuellen Zustand gegen Gewalt und Terror angemessen reagieren - mit zu wenig Personal und mangelhafter Ausrüstung? Darüber spricht Peter Hahne mit seinen Gästen, Michael Böhl, Berlin-Chef Bund der Kriminalbeamten und Klaus Schroeder, Linksextremismus-Forscher, FU Berlin.

Michael Böhl
Michael Böhl

Michael Böhl ist 1958 in Berlin geboren. Er steht seit 1975 im Polizeidienst und ging 1995 zur Kriminalpolizei. Dort hat er den Rang eines Kriminalhauptkommissars und ist noch voll im Kriminaldienst tätig. Ehrenamtlich arbeitet er für den Bund Deutscher Kriminalbeamter, bdk. Sein Themenfeld ist dort die Terrorabwehr und Organisierte Kriminalität. Böhl arbeitet im Schwerpunkt in der Telekommunikationsüberwachung.

In der Berliner Morgenpost kritisiert Böhl die Politik und den Umgang mit der Polizeibehörde: "Wir als Berliner Polizei sind geschwächt, weil wir seit Jahren über jedes Maß hinaus zusammengespart werden". Böhl macht die Politik auch für die Belastung der Beamten bis in die Familien verantwortlich. Überstunden, Stress und die Ungewissheit, während des Dienstes zu Schaden zu kommen, hat auch erheblichen Einfluss auf die Angehörigen der Beamten.

Prof. Dr. Klaus Schroeder
Prof. Dr. Klaus Schroeder




Prof. Dr. Klaus Schroeder, 1949 in Lübeck-Travemünde geboren, hat in Soziologie promoviert und in Politikwissenschaften habilitiert. Schroeder ist Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat der FU sowie der Arbeitsstelle Politik und Technik des Otto-Suhr-Institutes. Schroeder erforscht besonders den Linksextremismus in Deutschland. Er berichtet, dass Terror, Gewalt und Linksextremismus in den vergangenen Jahren stark angestiegen sind.

In einem Interview mit dem Deutschlandradio berichtet Schroeder aber auch vor einer Eskalation der Gewalt. In Bezug auf die Kämpfe zwischen der linksautonomen Szene und der Polizei warnt er davor, "... dass das jetzt in einer hitzigen Situation weitergeht, dass beide Seiten eher aufrüsten als abrüsten, und es könnte eine Eskalation bevorstehen, zumal autonome Gruppen gerade eine Stellungnahme veröffentlicht haben, in der sie darauf hinweisen, bisher hätten sie darauf geachtet, dass niemand zu Tode kommt, aber wenn die Gewalteskalation weitergeht – natürlich geht sie aus Sicht der Autonomen immer von der Polizei, dem Staat aus –, dann könnte sich das ändern."

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