Angst vor dem Volk?

Warum nicht öfter abgestimmt wird

Warum dürfen bei uns in Deutschland eigentlich die Bürger nicht über die aktuelle Politik mitentscheiden? Warum gibt es bei uns keine Volksentscheide, wie gerade in Großbritannien zum "Brexit" oder in Österreich? Dort hat das Volk seinen Bundespräsidenten direkt gewählt. In Deutschland sind solche Entscheidungen nur durch die Bundesversammlung möglich. In einer parlamentarischen Demokratie, wie sie in Deutschland praktiziert wird, wählt das Volk Abgeordnete. Sie fällen die Entscheidungen, stellvertretend für den Wähler. Eine direkte Einflussnahme durch den Wähler selbst ist also nicht möglich. Doch die Stimmen für mehr Volksentscheide nach britischem Beispiel werden lauter. Wäre dies auch für Deutschland sinnvoll und praktikabel? Darüber diskutiert Peter Hahne mit seinen Gästen Christoph Schwennicke und Roland Tichy.

Christoph Schwennicke
Christoph Schwennicke Quelle: Cicero

Christoph Schwennicke wurde 1966 in Bonn geborene ist verheiratet und hat ein Kind. Der gelernte Germanist, Politikwissenschaftler und Journalist hat schon während seines Studiums im Journalismus gearbeitet. Die beruflichen Stationen waren nach seinem Diplom in Bamberg unter anderem die Augsburger Allgemeine Zeitung, der Süddeutsche Rundfunk und die Badische Zeitung. Für die Süddeutsche Zeitung war er ab 1996 zunächst Parlamentskorrespondent in Bonn und Berlin, dann Korrspondent in London. 2005 übernahm er die Leitung der Parlamentsredaktion der Süddeutschen Zeitung in Berlin und wechselte 2007 zum SPIEGEL. Dort war er zuletzt stellvertretender Büroleiter im Berliner Parlementsbüro, von wo er 2012 zum Politmagazin Cicero wechelte, das Schwennicke bis heute als Chefredakteur führt.


Roland Tichy
Roland Tichy Quelle: imago

Roland Tichy wurde 1955 in Bad Reichenhall geboren. Er studierte Volkswirtschaftslehre in München, Politologie und Kommunikationswissenschaften. Seine journalistische Ausbildung erhielt er an der Deutschen Journalistenschule. Von 1983 bis 1985 gehörte er dem Planungsstab des Bundeskanzleramtes an.

Roland Tichy wurde anschließend Bonner Korrespondent für die Wirtschaftswoche und später stellvertretender Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins Capital. 1990 und 1991 gehörte Tichy zum Beraterstab der Rundfunkbeauftragten und beeinflusste so die Reform der deutschen Rundfunklandschaft. Nach Stationen beim Unternehmensmagazin Impulse, der Zeitschrift "Die Telebörse“ und dem Magazin "Euro“ (jeweils als Chefredakteur), wurde Tichy 2007 Chefredakteur der "Wirtschaftswoche“ und ist Kolumnist für die BILD.

Roland Tichy, Vorsitzender des Vorstandes der Ludwig-Erhard-Stiftung, sieht in Volksbefragungen ein probates Mittel zur Entscheidungsfindung auch in der deutschen Politik.

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