Wohin mit den Flüchtlingen?

Kommunen und Polizei schlagen Alarm

Vermehrt fragen sich die Menschen in Deutschland, wo der unvermindert anhaltende Flüchtlingsstrom noch hin soll. Städte und Kommunen fühlen sich organisatorisch und vor allem auch finanziell überfordert. Die Kassen der Gemeinden sind leer, und trotzdem wird von ihnen verlangt, immer mehr Schutzsuchende aus anderen Ländern aufzunehmen. Zeltstädte sind oft die erste Lösung, aber deren Organisatoren fragen sich, was im Winter mit all den Menschen passieren soll, wenn in Deutschland keine angenehmen Temperaturen mehr herrschen. Peter Hahne diskutiert das Thema mit seinen Gästen Boris Palmer, Grüne, OB Tübingen und Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft.

Boris Palmer
Boris Palmer

Boris Palmer, Jahrgang 1972, wurde in Waiblingen geboren. Nach dem Abitur an einer Waldorfschule und Zivildienst studierte er von 1993 bis 1999 in Tübingen und Sydney Geschichte und Mathematik für das Lehramt. Anschließend übernahm er eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundestagsfraktion von „Bündnis 90/Die Grünen“. 2001 und 2006 wurde er zum Landtagsabgeordneten in Baden-Württemberg gewählt und kandidierte 2004 zum Oberbürgermeister von Stuttgart.

Rainer Wendt
Rainer Wendt Quelle: imago

Während er diese Wahl verlor, wurde er 2006 im ersten Wahlgang zum Oberbürgermeister von Tübingen gewählt. Neben seinem kommunalpolitischen Engagement wurde Palmer auch zu einem der führenden Gegner des Bahn-Projekts „Stuttgart 21“. Nach der Niederlage der Ausbaugegner in der Volksabstimmung von 2011 erklärte er, dass man auch verlieren können müsse und dass das Thema nun für ihn erledigt sei. Ein Satz, den ihm viele seiner früheren Weggenossen übel genommen haben.


Rainer Wendt, 1956 in Duisburg geboren, ist Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft im Deutschen Beamtenbund (DPolG). Er arbeitet seit 1973 im Polizeidienst, vor seiner Wahl zum Gewerkschaftsvorsitzenden war er als Polizeihauptkommissar Dienstgruppenleiter bei der Schutzpolizei.
Bundesweit bekannt wurde Wendt als er im Mai 2010 den Vizepräsidenten des Bundestages Wolfgang Thierse (SPD) in der „Welt“ als „die personifizierte Beschädigung des Ansehens des deutschen Parlaments“ bezeichnete. Mit dieser Aussage kritisierte er die seiner Meinung nach illegale Beteiligung Thierses an einer Sitzblockade gegen den Aufmarsch von Nazis in Berlin.

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