Über Freundschaft und Flüchtlinge

Sigmar Gabriel und Peter Maffay im Gespräch

Manchmal scheint es uns erstaunlich, welche Freundschaften sich entwickeln. "Die passen aber gar nicht zusammen, die leben doch in verschiedenen Welten", kann dann die erste Reaktion sein. Siegmar Gabriel und Peter Maffay beispielsweise lösen bei manchen Menschen eine solche  Verwunderung aus. Der eine ist als Parteivorsitzender der SPD, Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler in der Politik unterwegs, der andere als Künstler in der Musikszene. Zwei Welten, die scheinbar gar nicht zusammenpassen. Doch beide Personen vereint vieles, worüber sie Freunde geworden sind. Peter Hahne spricht mit Siegmar Gabriel und Peter Maffay über Freundschaft, soziales Engagement und die aktuelle Flüchtlingsdebatte.

Sigmar Gabriel (SPD)
Sigmar Gabriel Quelle: dpa

Sigmar Gabriel, 1959 in Goslar geboren, findet in seiner Familie Halt und seine Heimat. Nach seinem Studium arbeitete er im Bildungswerk der Volkshochschulen und gab Deutsch für Ausländer und war in der Berufsvorbereitung für arbeitslose Jugendliche tätig. Im Rückblick war die Zeit für Gabriel sehr wertvoll, wie er sagt: "Sich um Menschen zu kümmern, die es nicht so leicht haben im Leben, das hat mir Freude gemacht – und ich habe viel gelernt.

Sigmar Gabriel möchte bei der Hilfe für Flüchtlinge nicht, dass die deutsche Bevölkerung vergessen wird. In einem Interview mit Spiegel Online sagt er, dass es bei der Flüchtlingshilfe um Hunderttausende gehe, die in Deutschland neu integriert werden müssen. Aber gleichzeitig dürfe man eben nicht nur für Flüchtlinge neue Wohnungen bauen und ihnen Qualifizierungen anbieten - sondern müsse das auch für Deutsche tun, die sie ebenfalls brauchen."

Peter Maffay
Peter Maffay Quelle: dpa/Georg Wendt

Peter Maffay, 1949 in Brașov, im rumänische Siebenbürgen, geboren und wanderte 1963 mit seiner Familie nach Deutschland aus. Maffay setzt sich aktuell besonders für Flüchtlinge ein, vor allem für Kinder und Jugendliche. Für dieses Engagement ist er in der Vergangenheit schon bekannt geworden; neben seiner Karriere als deutscher Rockmusiker kreierte er ein Märchen für Kinder, die Tabaluga-Reihe, und schrieb ein dazu gehöriges Musical für Kinder. Peter Maffay rief eine Stiftung ins Leben, die Gelder für traumatisierte Kinder zur Verfügung stellt.

Peter Maffay plädiert für eine Obergrenze bei den Flüchtlingszahlen: „Wenn Sie einen trockenen Schwamm nehmen und Wasser darauf gießen, wird er eine Menge aufnehmen. Aber irgendwann läuft es unten wieder raus. Das Gefährlichste, was uns passieren kann, ist, dass wir nicht mehr helfen können.“ (Quelle: Katholische Nachrichten-Agentur, KNA)

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