Soll Gauck bleiben?

Diskussion um die zweite Amtszeit

Bundespräsident Joachim Gauck ist bei vielen Menschen in Deutschland sehr beliebt - bei machen jedoch auch nicht. Nach fünfjähriger Amtszeit findet im März 2017 die Neuwahl des Staatsoberhauptes statt und es stellt sich die Frage nach einer zweiten Amtszeit für Joachim Gauck. Bei einer erneuten Kandidatur sichert ihm Sigmar Gabriel, der SPD-Vorsitzende, die Unterstützung der Fraktion zu. Doch was machen die andern Parteien. Werden sie langsam aber sicher ihre Kandidaten für eine mögliche Wahl in Stellung bringen? Peter Hahne diskutiert darüber mit seinen Gästen, Mainhardt Graf von Nayhauß-Cormons sowie Katja Suding, stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP.

Mainhard Graf Nayhaus
Mainhardt Graf von Nayhauß-Cormons

Mainhardt Graf von Nayhauß-Cormons wurde 1926 in Berlin geboren. Er ist der Nachfahre eines alten schlesischen Adelsgeschlechts und Sohn eines Offiziers. Während des „Dritten Reichs“ besuchte er eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt, „Napola“, eine Elite-Schule, die als Kaderschmiede für den nationalsozialistischen Nachwuchs sorgen sollte. Erst nach Ende des Krieges erfuhr er, dass sein Vater von den Nazis ermordet worden war. 1947 bis 1948 absolvierte er ein Volontariat und arbeitete zunächst als Pressereferent. Es folgten Tätigkeiten für den RIAS und als Korrespondent für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften – von SPIEGEL bis zur SUPER-Illu. Ab 1981 verfasste er 30 Jahre lang Kolumnen für die BILD unter dem Titel „Bonn vertraulich“ und nach 1999 „Berlin vertraulich“.

Katja Suding
Katja Suding

Daneben veröffentlichte er auch mehrere Biografien, unter anderem von Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker. Auch mit dem „Dritten Reich“ und dem 2. Weltkrieg hat sich Nayhauß als Buchautor beschäftigt. Im 1994 erschienen „Zwischen Gehorsam und Gewissen“ beschreibt er die Geschichte des 9. Infanterie-Regiments, dem auch der Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker angehört hatte.


Katja Suding, geboren 1975, studierte Kommunikations- und Politikwissenschaft sowie der Romanistik an der Universität Münster und wechselte später nach Hamburg. Nach unterschiedlichen Tätigkeiten im Marketing und Kommunikationsumfeld, ließ sie ihr Engagement in der freien Wirtschaft ruhen, um sich 2011 ganz dem Wahlkampf zur Hamburger Bürgerschaft zu widmen. Katja Suding trat 2006 in die FDP ein und ist seit 2011 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und Vorsitzende der FDP-Fraktion, seit 2013 Beisitzerin des Präsidiums der FDP.

Nachdem die FDP unter der Führung von Suding 2015 wieder in die Hamburger Bürgerschaft eingezogen war, wurde sie in der konstituierenden Sitzung der Fraktion in ihrem Amt als Fraktionsvorsitzende bestätigt. Im gleichen Jahr wählte die Partei sie mit großer Mehrheit zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden.

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