Steile Karriere

Hans im Glück aus Reutlingen

Geht es Ihnen auch so, dass Sie sich manchmal wundern, welch merkwürdige Karrieren das Leben mitunter bereit hält? Mal geht es steil nach oben, mal bergab, dann wieder tut sich gar nichts.

Peter Rist
Peter Rist Quelle: dpa

Der eine erreicht scheinbar alles, was er sich vorgenommen hat, anderen fällt es einfach zu, wiederum anderen gelingt nichts. Und manchmal gleichen Karrieren einer Achterbahnfahrt. Am liebsten beschäftigen wir uns damit, wenn es um andere geht, staunen neidisch oder verfolgen bestürzt den Niedergang. Öffentlich zum Helden wird nur, wer fällt und wieder aufsteht oder - noch besser - wer aus dem Dreck den Aufstieg in den Olymp schafft.

Vom Bürgermeister zum Schlagersänger

Nun sind die meisten dem traditionellen Muster verhaftet, dass eine gute Karriere nur eine geradlinig steile Karriere nach oben ist. Und was man hat, das hat man. Und lässt es nicht mehr los. Und tief im Unterbewusstsein steckt das Märchen der Brüder Grimm von "Hans im Glück", der seinen Klumpen Gold nach und nach gegen immer wertlosere Alltagsgegenstände eintauscht, bis er am Ende gar nichts mehr hat.

Wenn jetzt einer seinen Job als Finanzbürgermeister gegen den des Schlagersängers eintauscht, dann wird sich mancher an das Märchen erinnert fühlen. Und in diesem Tausch und dieser Karriere nichts Erstrebenswertes sehen. Nicht so Peter Rist. Nach sechs Jahren als "Erbsenzähler" in Reutlingen sagt der 42-Jährige: "Schließlich gibt es Wichtigeres als ein sicheres Leben". Wir staunen, sind gespannt und bereit, einem neuen Helden zu applaudieren, der den Karriere-Weg anders geht. Und vielleicht sogar mit Erfolg.

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