Wer denkt an die Kinder?

Wenn alte Männer Väter werden

Die Psychotherapeutin Anna Schoch und der Wissenschaftsjournalist Jean Pütz diskutieren bei Peter Hahne über Männer, die noch im hohen Alter Vater werden. Ist das gut für den Nachwuchs oder wollen die Väter nur sich selbst beweisen?

Baby auf dem Arm seines Opas
Baby auf dem Arm seines Opas Quelle: imago
Franz Beckenbauer
Franz Beckenbauer Quelle: reuters


Was haben Anthony Quinn, Pablo Picasso, Franz Beckenbauer und Jean Pütz gemeinsam? Sie alle wurden in relativ hohem Alter noch einmal Vater: der Schauspieler mit 81, der Künstler mit 68, der "Kaiser" mit 58 und Pütz, der heute Gast bei Peter Hahne ist, im vergangenen Jahr mit 74 Jahren. Alte Väter werden häufig mit schiefem Blick betrachtet. "Der will doch nur seine Potenz beweisen", "reiner Egotrip", "wenn Dein Kind Abitur macht, bist Du 80!" bekommen sie - meistens von Frauen - zu hören.

Vorhaltungen, die die alten Väter nicht verstehen können. Sie verweisen gerne darauf, dass sie heute viel ruhiger und ausgeglichener seien als mit 25, sie verfügten über einen deutlich höheren Erfahrungsschatz, den sie an ihre Kinder weiter geben könnten und nicht zuletzt seien die meisten von ihnen finanziell wesentlich besser gestellt als zu ihren Jungspund-Zeiten - und beweisen müssten sie sich und anderen schon lange nichts mehr.

Die Gäste:


Anna Schoch hat in München Psychologie, Soziologie und Philosophie/vergleichende Religionswissenschaften studiert. Anschließend arbeitete sie als Doktorandin am Max-Planck-Institut für Psychiatrie und verfasste 1990 ihre Dissertation zum Thema "Altersspezifische Verhaltensweisen". 2004 folgte ihre Ernennung zum Honorarprofessor und 2006 ihr "Master in Mediation". Heute hat sie eine Honorarprofessur für Allgemeine- und Klinische Psychologie an der Internationalen Hochschule Calw inne und führt in München eine eigene Praxis für Psychologische Psychotherapie. Anna Schoch hat mehrere Bücher verfasst und ist häufiger Gast auf Kongressen sowie im Funk und Fernsehen.


Jean Pütz wurde 1936 in Köln geboren. Nach der Lehre zum Elektromechaniker folgten das Abitur und ein Lehramtsstudium für Mathematik und Physik. Nach dem Referendariat startete er 1970 seine Medienkarriere beim WDR. Ab 1974 moderierte er die Sendung, die bis heute mit seinem Namen verbunden ist: die "Hobbythek". In den Folgejahren entwickelte Pütz weitere Wissenschaftsformate für den WDR und moderierte auch nach seiner Pensionierung 2001 bis 2004 weiter die "Hobbythek". Heute tourt er immer noch durch Deutschland mit seiner "Pütz-Munter-Show". Jean Pütz hat aus erster Ehe einen 52-jährigen Sohn und mit seiner jetzigen Frau einen 12-jährigen Sohn sowie eine einjährige Tochter.

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