Wirrungen des modernen Reisens

Unfreiwilliger Abenteuerurlaub

Geht es Ihnen auch so wie mir, dass Sie manchmal erstaunt sind, wie kompliziert das Leben in unserer globalisierten Welt immer noch sein kann, wenn man sich auf Reisen begibt? Obwohl wir eigentlich überall jederzeit erreichbar sein sollten und vieles, was uns von zuhause vertraut ist, in den entlegensten Ecken der Welt wieder vorfinden, gibt es immer noch mitunter unerwartete Hindernisse zu überwinden.


Es beginnt mit der Panik vor Roaming-Gebühren. Zuhause mögen wir unser Smartphone kaum noch missen, verlassen uns in jeder Lebenssituation darauf und greifen wie selbstverständlich auf alle möglichen Apps, Anwendungen und Informationen zu. Und merken gar nicht mehr, was im Hintergrund passiert. Nämlich ein ausgesprochen intensiver Datenverkehr. Nur hat der Normalnutzer meist eine Datenflat für Deutschland. Im Ausland werden horrende Gebühren fällig. Nur: Wo war jetzt in den Tiefen des Menüs die Einstellung versteckt, mit der sich der Datenverkehr der Programme abstellen lässt? Und: Habe ich dann tatsächlich alles ausgestellt und gibt es nicht vielleicht doch noch heimliche Datenfresser?

Mein Provider bietet inzwischen dankenswerter Weise an, dass man per Anruf oder Einstellung auf der persönlichen Website alle Datenfunktionen bei ihm deaktivieren kann, so dass man sicher sein kann, nach der Rückkehr keine böse Kostenüberraschung zu erleben.

Wie komme ich an Bargeld?

Euromünze steht auf US-Dollarschein
Euromünze US-Dollar Quelle: dpa


Eine andere nicht weniger wichtige Frage ist, mit welchen Zahlungsmitteln man sich ausrüstet. Musste man sich früher noch mühsam mit Umtausch von verschiedenen Währungen, Traveller-Schecks, vielleicht sogar telegrafischen Anweisungen von Barmitteln herumschlagen, ist die Wahl der richtigen Zahlungsmittel nicht unbedingt einfacher geworden. Bar, EC- oder Kreditkarte stehen zur Wahl. Aber was ist nun einfacher, was wird akzeptiert und was kostet was? Und was ist im Falle eines Verlustes?

Man kann schon unangenehme Überraschungen erleben, wenn man sich auf den Umtausch von Bargeld verlassen hat und feststellen muss, dass Wechselstellen in manchen Ländern selbst in Touristengegenden am Sonntag geschlossen haben oder verlangen, dass man den Reisepass dabei hat, der aber - Sicherheitshinweis des Veranstalters - sicher im Safe des Hotels schlummert.

Wo geht's denn zu der Kartensperrung?

Ganz spannend wird es, wenn man vor der Abreise erfährt, dass die EC-Karte selbst im außereuropäischen Ausland an Automaten inzwischen zum Geld ziehen genutzt werden kann. Das ist doch fein, denkt sich der Reisende, bis er im Zielland erfährt, dass diese Automaten höchst unsicher sind. Und im Unterschied zu Kreditkarten sind die EC-Karten in den meisten Fällen nicht so gut gegen Missbrauch geschützt. Verluste trägt der Kartennutzer.

Umso größer dann der Schreck, wenn unerwartete Abbuchungen auftauchen, denn das kann man ja inzwischen online aus jedem Internetcafe feststellen. Wo muss jetzt die Karte gesperrt werden? Ist das noch rechtzeitig passiert? So kann sich für manchen der Begriff Abenteuerreisen ganz neu definieren.

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