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10 Fakten zum 1. Geburtstag

Die Dokureihe "plan b" wird 1

Die ZDF-Dokureihe "plan b“ wird ein Jahr alt. Am 7. Oktober 2017 ging die erste Folge auf Sendung. Hier gibt es einen Blick hinter die Kulissen von Deutschlands erstem Fernsehformat für konstruktiven Journalismus.

Zum ersten Geburtstag gibt es zehn interessante Fakten zur Sendung.

Was war die erste „plan b“ Geschichte?

Ein Film über das bezahlbare Wohnen. Wir haben Beispiele aus Zürich, München, Ulm und Berlin gezeigt. Und konnten beweisen: Man kann günstig Wohnraum schaffen, und das sogar in teuren Metropolen.

Was war die weiteste Reise?

Für den Film „Faire Ostern“ ging die Reise nach Ghana zu Kakao-Bauern. Wir haben erzählt, wie faire Löhne nicht nur solide Dorfstrukturen schaffen, sondern auch dafür sorgen können, dass Kinder eine vernünftige Schulausbildung bekommen. Es war aber vor allem die Story über die erste Schokolade, die fast komplett in Afrika produziert wird. Ein Novum - denn sonst liefert Afrika nur den Rohstoff – die Kakaobohne. Zusammen mit dem Dokumentarfilmer Kurt Langbein haben wir außerdem für den Film „Gewinne ohne Gier“ aus Uganda, dem Kongo und China berichtet. Dabei ging es um faire Arbeitsbedingungen zur Smartphone-Herstellung.

Welches waren die beliebtesten Sendungen bei den Zuschauern?

Die höchste Quote erzielte der Film „SOS Notaufnahme“ mit 12,5% Marktanteil. Wir berichteten über die langen Wartezeiten in der Notaufnahme und wie es auch anders gehen könnte. Am meisten Zuschauer lockte die Geschichte über umweltverträglichen Wintersport. „Im Einklang mit den Bergen“ vor den Bildschirm, den schauten 2,14 Mio. Zuschauer.

Ein Gleitschirmflieger fliegt über die verschneiten Alpen bei Abenddämmerung.
Sanfter Tourismus in Werfenweng: Paragliding - eine schöne Alternative zum Ski Alpin. Quelle: ZDF/Gerald Gareis

Und welche hat am wenigsten vor den Bildschirm gelockt?

Unser Film über fair und nachhaltig hergestellte Mode hat im Fernsehen nicht so gut funktioniert. Dafür hatte der Film „Mode ohne Makel“ über 400.000 Videoabrufe, erreicht über 700.000 User und wurde 925 mal geteilt.

Aus welchen Ländern hat „plan b“ bisher berichtet?

Natürlich berichten wir hauptsächlich über Deutschland, aber unser Blick geht in jeder Ausgabe auch über den nationalen Tellerrand hinaus. Konstruktive Entwicklungen und Fortschritte in Europa sind uns ebenso wichtig wie Lösungsansätze in der Heimat. Wir waren in vielen europäischen Ländern, ein bisschen häufiger im Norden des Kontinentes als im Süden. Das liegt vielleicht daran, dass in Skandinavien und den baltischen Staaten zuletzt viele innovative Wege beschritten wurden. Die Niederlande und Dänemark liegen knapp vorne. Nachholbedarf haben wir im osteuropäischen Raum. Wir waren kürzlich in Polen und Bulgarien und noch ein Stück östlicher in Georgien. In diesen Teil Europas wollen wir aber künftig häufiger blicken, denn wir stellen fest, wie viele konstruktive Lösungsansätze es selbst in der abgelegensten Ecke dieser Welt gibt. Einen Nachbarn besuchen wir immer gerne, das ist Frankreich. Das hat auch damit zu tun, dass wir eine Kooperation mit dem TV-Sender Arte haben. Die Reportage-Reihe arte re: übernimmt von uns 25 Filme im Jahr. Und so wie wir in Deutschland gerne positive Entwicklungen verfolgen, tun das natürlich auch die Franzosen in ihrem Land.

Simon Bornmann von ‘Carla Cargo’, Freiburg, vor einem E-Bike mit Anhänger zum Transport von Paketen bis zu 150 Kilogramm.
Simon Bornmann von ‘Carla Cargo’, Freiburg, vor einem E-Bike mit Anhänger zum Transport von Paketen bis zu 150 Kilogramm. Quelle: ZDF/Jörg Adams

Was waren die aufregendsten Dreharbeiten?

Ein Schneesturm in Island, der die Dreharbeiten an den Rand des Abbruchs brachte. Ein Kamerafahrzeug, das sich im matschigen Boden eines georgischen Waldes festfuhr und von einem alten russischen Laster gerettet werden musste. Ein Zahlendreher in der dritten Ausgabe, der natürlich korrigiert wurde. Und dann war da noch eine Drohne mit außergewöhnlichem Filmmaterial, die davon flog. Vierzehn Tage später, als wir schon dachten, alles sei verloren, wurde sie durch Zufall entdeckt. Die wiedergefundenen Luftaufnahmen aus dem „Urwald“ in der Uckermark sind in unserem Geburtstagsfilm zu sehen.

Wer sind die Macher und wie kommen die „plan b“-Geschichten zustande?

Die Redaktion besteht aus drei Redakteurinnen, drei Redakteuren und einer Redaktions-Assistentin. Die dazu gehörende Produktion ist ein reines Frauenteam aus vier KollegInnen. “plan b“ arbeitet überwiegend mit einem festen Team von freien Produktionsfirmen zusammen, die für die Filme einen Stamm an Autoren haben. Über diese Produktionsweise erreichen uns vielfältige Themenvorschläge, die von uns auf Relevanz und Umsetzbarkeit geprüft werden. Darüber hinaus entwickeln wir in unseren wöchentlichen Redaktionssitzungen auch selbst neue Ideen für Stoffe. Für „plan b“ sind alle Themen interessant, die in der Gesellschaft diskutiert werden. Dabei schaut die Redaktion vor allem dorthin, wo Menschen Lösungen für schwierige Probleme gefunden haben, Lösungen, die andere inspirieren könnten. Die Themenpalette ist vielfältig: Wohnen, Arbeiten oder Integration spielen bei „plan b“ eine wichtige Rolle, genauso wie Wirtschafts-, Umwelt- oder Gesundheitsthemen. Allen Stoffen ist gemeinsam, dass sie sich damit beschäftigen, wie eine bessere Zukunft aussehen könnte und was auch ganz normale Menschen dafür tun.

Wie groß sind die Teams bei den Dreharbeiten?

Das variiert ein wenig und ist abhängig vom Aufwand bei den Dreharbeiten. In der Regel sind es drei bis vier Personen. AutorIn, Kamerafrau/mann, Kamera-AssitentIn, ProducerIn oder DolmetscherIn. Bis zum fertigen Film ist aber noch eine Vielzahl weiterer Personen beteiligt. Die ZDF-Produktion, die das Finanzielle von Anfang an im Auge behält. Die CutterInnen, die den Film schneiden, die Ton-IngenieurInnen, zuständig für den guten Sound und die perfekte Sprachaufnahme. Die RedakteurInnen begleiten den Film von der Entstehung bis zum Ende und stimmen sich eng mit den AutorInnen ab. Dann erfolgt noch eine genaue redaktionelle Prüfung, um festzustellen, ob der Film auch wirklich gut ist, keine Fehler enthält und dem publizistischen Anspruch des ZDF genügt.

Wie lange dauert es, bis eine plan b Folge fertig ist?

Die Dauer ist auch immer ein wenig von verschiedenen Faktoren abhängig, zum Beispiel vom Rechercheaufwand, vom Thema und von den Drehgegebenheiten. In der Regel werden die plan b Filme in einem Zeitraum zwischen zwei und vier Monaten produziert. In einigen Fällen waren wir auch mal etwas schneller. Und manchmal braucht man auch viel länger, weil die Arbeit mit Protagonisten zeitaufwändig ist oder die Recherche erweitert und vertieft wird.

Wer ist die Stimme bei plan b?

Unsere Sprecherin heißt Sandra Gerling. Sie ist Schauspielerin. Als wir sie für unsere Sendung entdeckt haben, war sie Ensemblemitglied am Schauspiel Stuttgart und spielte dort u.a. die Rollen Mephisto, Orest, Lulu und Caliban. Inzwischen ist sie am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg engagiert.

Haben Sie Lob, Kritik oder Themenvorschläge. Treten Sie gerne mit der Redaktion in Kontakt. Sie erreichen Sie unter: planb@zdf.de

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