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Bezahlbares Zuhause

Rezepte gegen Wohnungsnot

von Jochen Klöck

In den deutschen Städten steigen die Mieten dramatisch. Fast zwei Millionen günstige Wohnungen fehlen. "plan b" begleitet Architekten und Aktivisten, die bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Videolänge:
29 min
Datum:
12.12.2019
:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 03.06.2023

Das Hauptproblem aller Beteiligten: Es gibt viel zu wenig Bauland, Grundstückspreise schießen in astronomische Höhen. Eine Lösung sehen Experten wie der Architekt Stefan Forster im Bau von Wohnraum auf bereits bebauten Flächen, der sogenannten Nachverdichtung.

Größtes Nachverdichtungsprojekt Deutschlands in Frankfurt

In der Frankfurter Platensiedlung hat Forster das größte Nachverdichtungsprojekt Deutschlands konzipiert. Auf bereits bestehende dreistöckige Wohnblocks werden zwei zusätzliche Geschosse aufgesetzt. So entstehen zusätzlich zu den 342 alten Wohnungen fast 700 neue. Die Belastungen für die Bestandsmieter sinken dadurch, dass die neuen Etagen als Holzmodule vorgefertigt werden. "Ich denke als Architekt auch politisch und sehe mich in der sozialen Verantwortung, bezahlbaren und qualitativ hochwertigen Wohnraum für unsere Gesellschaft herzustellen", sagt Forster. "Ein vernünftiger Wohnungsbau trägt auch zur sozialen Befriedung bei!"

In Südtirol unterbindet schon seit den 70er-Jahren das sogenannte Raumordnungsgesetz jegliche Spekulation mit Grund und Boden. Sobald Acker in Bauland umgewandelt wird, bekommt die Gemeinde automatisch ein Vorkaufsrecht für 60 Prozent der Fläche. "Ohne dieses Gesetz sähe meine Heimat heute völlig anders aus", sagt Dieter Pinggera, Bürgermeister von Schlanders.

Bezahlbare Wohnungen in Brüssel

In Brüssel hat eine Gruppe von Bürgern einen ganz anderen Weg gewählt, um die Spekulation mit Bauland zu stoppen. Sie gründete einen Community Land Trust, eine Art Grund- und Bodenstiftung mit einer zentralen Idee: Wenn Immobilien ohne das Land verkauft werden, auf dem sie stehen, werden sie dadurch erschwinglicher. Auf diese Weise schafft der Community Land Trust Wohnungen, die auch für Einkommensschwache bezahlbar sind.

Das Hauptproblem aller Beteiligten: Es gibt viel zu wenig Bauland, Grundstückspreise schießen in astronomische Höhen. Eine Lösung sehen Experten wie der Architekt Stefan Forster im Bau von Wohnraum auf bereits bebauten Flächen, der sogenannten Nachverdichtung.

In der Frankfurter Plattensiedlung hat Forster das größte Nachverdichtungsprojekt Deutschlands konzipiert. Auf bereits bestehende dreistöckige Wohnblocks werden zwei zusätzliche Geschosse aufgesetzt. So entstehen zusätzlich zu den 342 alten Wohnungen fast 700 neue. Die Belastungen für die Bestandsmieter sinken dadurch, dass die neuen Etagen als Holzmodule vorgefertigt werden. "Ich denke als Architekt auch politisch und sehe mich in der sozialen Verantwortung, bezahlbaren und qualitativ hochwertigen Wohnraum für unsere Gesellschaft herzustellen", sagt Forster. "Ein vernünftiger Wohnungsbau trägt auch zur sozialen Befriedung bei!"

In Südtirol unterbindet schon seit den 70er-Jahren das sogenannte Raumordnungsgesetz jegliche Spekulation mit Grund und Boden. Sobald Acker in Bauland umgewandelt wird, bekommt die Gemeinde automatisch ein Vorkaufsrecht für 60 Prozent der Fläche. "Ohne dieses Gesetz sähe meine Heimat heute völlig anders aus", sagt Dieter Pinggera, Bürgermeister von Schlanders.

In Brüssel hat eine Gruppe von Bürgern einen ganz anderen Weg gewählt, um die Spekulation mit Bauland zu stoppen. Sie gründete einen Community Land Trust, eine Art Grund- und Bodenstiftung mit einer zentralen Idee: Wenn Immobilien ohne das Land verkauft werden, auf dem sie stehen, werden sie dadurch erschwinglicher. Auf diese Weise schafft der Community Land Trust Wohnungen, die auch für Einkommensschwache bezahlbar sind.

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